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BeitragVerfasst: 30.07.2014, 20:59 
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Nexus hat geschrieben:
hab mich jetzt mal etwas schlau gemacht, wie das hier bei uns so abläuft. äußerst interessant finde ich dass, unter anderem, personen von der spende ausgeschlossen sind, die unter depressionen leider oder litten. ob das mit dem eingriff zu tun hat? also so "larifari" dürften beide eingriffe nicht sein. wobei natürlich die stammzellenspende die etwas weniger risikoreiche ist da die vollnarkose ausfällt. ich muss gestehen, ich muss da noch weiter drüber nachdenken ob ich mich typisieren lasse.
"Komplikationen bei und nach der Spende sind extrem selten und sind nur in Ausnahmefällen beobachtet worden. Dennoch wird für alle Spender für die Spende eine extra Unfall-Versicherung abgeschlossen, die das minimale Risiko einer ernsten Komplikation abdeckt."
bin mir auch nicht sicher, ob mich die extra Versicherung beruhigt oder verunsichert.


lass dich einfach typisieren. dann kannst du immer noch im konkreten fall entscheiden.

p.s. und wenn du jemals infrage kommst und alle umstände passen, dann machst du es sowieso. schließlich hast du dann die chance jemanden das leben zu retten. :-)

so sehe ich es jedenfalls...


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BeitragVerfasst: 24.08.2014, 09:37 
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Ich will nicht wieder Öl ins Feuer gießen aber gestern gabs wieder einen Skandal Bericht in der WAZ, in Berlin wurden Listen manipuliert (von Ärzten) kranke Leute schneller zum Sterben gebracht! Diesmal gings nicht um Leber sondern um Herzen!

Es ist und bleibt so wie ich das vorher gesagt habe. Mit Geld kannst du ebend alles kaufen!
Das war der einzige Grund warum ich das nie in Erwägung gezogen habe, und es bleibt auch so, denn es wird einfach zu viel Schmu gemacht...
Darüber darf man gar nicht nachdenken, wie krank das eigentlich ist!


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BeitragVerfasst: 24.08.2014, 13:39 
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Ja, die Fälle scheinen 2012 aufgetreten zu sein. Vor der Verschärfung der Regeln.

Die Ärztin hat scheinbar bestimmte Medikamente verabreicht, um die Betroffenen auf den Listen weiter hoch rutschen zu lassen.

http://www.stern.de/gesundheit/manipula ... 32718.html


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BeitragVerfasst: 25.08.2014, 08:39 
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Moderator

Registriert: 16.12.2011, 01:31
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Das ist natürlich vollkommen indiskutabel!

Dennoch finde ich es nicht richtig, wegen solcher Verfehlungen der Sache an sich grundsätzlich eine Absage zu erteilen.

Es wird nicht immer und überall alles schief laufen, und im Endeffekt werden auf jeden Fall auch zu guten Teilen immer wieder Menschen von der Spendenbereitschaft anderer profitieren, die es verdienen!

Muss natürlich jeder selber wissen, aber ich finde das wegen solcher negativ Beispiele nicht gleich komplett mit dieser eigentlich wirklich guten und wichtigen Sache gebrochen werden sollte.

_________________
"Je mehr Leute sich aktiv beteiligen, desto mehr Leute beteiligen sich aktiv..."


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BeitragVerfasst: 25.08.2014, 11:21 
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DKMS ja definitiv, meinem genetischen Zwilling schein es gut zu gehen.

Organspende ist ein heikles Thema innerhalb meiner Familie, den ich selbst hatte meinen Ausweis so ausgefüllt das ich Spende! Mein Mann hat damit jedoch ein großes Problem für sich selbst damit umgehen zu können und auch viele Gespräche haben das nicht aus der Welt räumen können. Ich könnte natürlich einfach nichts ausfüllen. Das fände ich aber ziemlich unfair, wenn er dann entscheiden muss, er wüsste das ich ja sage und er selbst nein? ich glaube eine solche Entscheidung muss ich ihm nicht zumuten , da der Umstand, das ich Spenden könnte sicherlich schlimm genug für ihn wäre. daher steht im neuen Ausweis ein Nein.

_________________
Wer bin ich und wenn Ja wie viele?


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BeitragVerfasst: 25.08.2014, 12:37 
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EinfachIcH hat geschrieben:
DKMS ja definitiv, meinem genetischen Zwilling schein es gut zu gehen.

Organspende ist ein heikles Thema innerhalb meiner Familie, den ich selbst hatte meinen Ausweis so ausgefüllt das ich Spende! Mein Mann hat damit jedoch ein großes Problem für sich selbst damit umgehen zu können und auch viele Gespräche haben das nicht aus der Welt räumen können. Ich könnte natürlich einfach nichts ausfüllen. Das fände ich aber ziemlich unfair, wenn er dann entscheiden muss, er wüsste das ich ja sage und er selbst nein? ich glaube eine solche Entscheidung muss ich ihm nicht zumuten , da der Umstand, das ich Spenden könnte sicherlich schlimm genug für ihn wäre. daher steht im neuen Ausweis ein Nein.

darf ich fragen womit er ein problem hätte?
bitte die frage nicht falsch verstehen, das ist ernst gemeint und keine "provokation" oder ähnliches.


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BeitragVerfasst: 25.08.2014, 19:19 
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Beiträge: 2582
Moondog hat geschrieben:
Das ist natürlich vollkommen indiskutabel!

Dennoch finde ich es nicht richtig, wegen solcher Verfehlungen der Sache an sich grundsätzlich eine Absage zu erteilen.

Es wird nicht immer und überall alles schief laufen, und im Endeffekt werden auf jeden Fall auch zu guten Teilen immer wieder Menschen von der Spendenbereitschaft anderer profitieren, die es verdienen!

Muss natürlich jeder selber wissen, aber ich finde das wegen solcher negativ Beispiele nicht gleich komplett mit dieser eigentlich wirklich guten und wichtigen Sache gebrochen werden sollte.


Seh ich genau so.


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BeitragVerfasst: 25.08.2014, 19:55 
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Beiträge: 3184
Habe nen Organspenderausweis und bin seit 2-3 Monat auch bei der DKMS registriert.

Finde das eigentlich selbstverständlich.

Gestern erst wieder einen Artikel gelesen der über einen Deutschen handelte welcher einem Mädchen(5) das Leben dadurch gerettet hat, die 2 haben sich mittlerweile auch getroffen.


Mit Bedenken habe ich mich dabei erhlich gesagt gar nicht beschäftigt, sondern mich einfach spontan registriert, ich ich einen Werbesport im TV gesehen habe.


Wenigstens einen Organspenderausweis sollte meiner Meinung nach jeder haben, wenn man nicht mehr lebt, kann es einem doch nun wirklich egal sein, was mit einem passiert. Und falls man als toter ein Gewissen hat, könnte man so schön vorsorgen ;)

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"Was glauben sie was in diesem Land los wäre, wenn mehr Leute begreifen würden, was in diesem Land los ist?


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BeitragVerfasst: 25.08.2014, 21:33 
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Nexus hat geschrieben:
EinfachIcH hat geschrieben:
DKMS ja definitiv, meinem genetischen Zwilling schein es gut zu gehen.

Organspende ist ein heikles Thema innerhalb meiner Familie, den ich selbst hatte meinen Ausweis so ausgefüllt das ich Spende! Mein Mann hat damit jedoch ein großes Problem für sich selbst damit umgehen zu können und auch viele Gespräche haben das nicht aus der Welt räumen können. Ich könnte natürlich einfach nichts ausfüllen. Das fände ich aber ziemlich unfair, wenn er dann entscheiden muss, er wüsste das ich ja sage und er selbst nein? ich glaube eine solche Entscheidung muss ich ihm nicht zumuten , da der Umstand, das ich Spenden könnte sicherlich schlimm genug für ihn wäre. daher steht im neuen Ausweis ein Nein.

darf ich fragen womit er ein problem hätte?
bitte die frage nicht falsch verstehen, das ist ernst gemeint und keine "provokation" oder ähnliches.


Nein das ist natürlich völlig in Ordnung, er denkt das er nicht richtig damit abschliessen könnte, das ich nicht mehr da bin, wenn er weiß das irgendwie ja doch noch " teile" von mir anderswo weiter leben...
Es läuft immer darauf hinaus und ich möchte natürlich nicht, das es ihm noch schlechter geht, als es dann ggf ohne hin sein könnte

nun habe ich versucht zu argumentieren, das wir dies ja auch besprechen könnten und ggf diverse Organe von der Freigabe auszuschliessen oder er dann entscheidet, was für ihn vertretbar ist

Die alleinige entscheidungsgewalt ist glaub ich die größte sorge die er hat, weil er dann nämlich in der Ambivalenz landen würde sich entscheiden zu müssen ob er in meinem Sinn handelt oder nach meinem Herzen

Ich habe in der Dialyse hospitiert und bereits im Laufe der Jahre einige andere Menschen betreut, die auf eine Oragan gehoft haben oder sogar eines bekommen haben.

Aber mal ganz ehrlich , Was würdet ihr den tun an meiner Stelle?

DKMS ist ganz klar, ich lebe, ich entscheide und das was ich gebe ist irgendwie real betrachtet mein persönlicher "nachwachsender Rohstoff" - oder so ähnlich, warum sollte ich diesen nicht teilen.

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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 07:12 
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EinfachIcH hat geschrieben:
Nein das ist natürlich völlig in Ordnung, er denkt das er nicht richtig damit abschliessen könnte, das ich nicht mehr da bin, wenn er weiß das irgendwie ja doch noch " teile" von mir anderswo weiter leben...
Es läuft immer darauf hinaus und ich möchte natürlich nicht, das es ihm noch schlechter geht, als es dann ggf ohne hin sein könnte

nun habe ich versucht zu argumentieren, das wir dies ja auch besprechen könnten und ggf diverse Organe von der Freigabe auszuschliessen oder er dann entscheidet, was für ihn vertretbar ist

Die alleinige entscheidungsgewalt ist glaub ich die größte sorge die er hat, weil er dann nämlich in der Ambivalenz landen würde sich entscheiden zu müssen ob er in meinem Sinn handelt oder nach meinem Herzen

Ich habe in der Dialyse hospitiert und bereits im Laufe der Jahre einige andere Menschen betreut, die auf eine Oragan gehoft haben oder sogar eines bekommen haben.

Aber mal ganz ehrlich , Was würdet ihr den tun an meiner Stelle?

DKMS ist ganz klar, ich lebe, ich entscheide und das was ich gebe ist irgendwie real betrachtet mein persönlicher "nachwachsender Rohstoff" - oder so ähnlich, warum sollte ich diesen nicht teilen.

nicht abschließen zu können ist ein aspekt den ich bisher noch nicht betrachtet habe. ich hab es bisher immer aus der sicht gesehen, warum nicht aus einem tragischen unglücksfall noch was gutes machen. natürlich empfindet das jeder anders und ist, wenn zwei so unterschiedlicher meinung sind, sehr schwierig. ich glaube ich würde an deiner stelle auch für den partner und gegen eine spende entscheiden. im grunde will man ja niemand verletzen und das leben unnötig noch schwerer machen, und die möglichen empfänger kennt man ja, im gegensatz zum partner, nicht.


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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 17:48 
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Mmh... besser würde es ihm dann aber auch nicht gehen.
Kann ich mir zumindest nicht vorstellen. Am Ende wüsste er ja auch nicht, welche Organe verwendet wurden.
Ich weiß nicht.
Irgendwie sind es ja deine Organe. Was wäre, wenn ihm so etwas (klopf auf Holz) passieren würde? Hat er dir diese Entscheidung übertragen?
Seid ihr tatsächlich verheiratet?

Ihm die Entscheidung zu übertragen fänd ich übrigens auch nicht wirklich fair, egal ob´s der eigene Mann, die eigenen Eltern oder Geschwister sind. Da fehlt der nötige Abstand, man sollte lieber selbst entscheiden.


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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 18:53 
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morgen gibt's auf 3sat um 20.15 "Indien und der Organmarkt". passt vielleicht nicht 100% weils um den handel geht, aber bestimmt nicht uninteressant.


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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 19:44 
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W-Dianerin Anis hat geschrieben:
Irgendwie sind es ja deine Organe. Was wäre, wenn ihm so etwas (klopf auf Holz) passieren würde? Hat er dir diese Entscheidung übertragen?
Seid ihr tatsächlich verheiratet?



Richtig es sind meine! Aber wenn ich nicht gerade durch einen Unfall in die Spender Position gelange, wäre es wohl auch schwer zu gehen, wenn man weiß das danach etwas geschied, was der Partner nicht möchte.
Was sagen den eure Partner? Habt ihr euren Ausweis einfach oder habt ihr auch darüber gesprochen?
Ich kenne seine Ansichten und sein Ausweis ist ebenso ausgestellt.
Ja wir sind wirklich verheiratet ;-) schon ne weile .
Wenn ihm das passieren würde - keine Ahnung, er würde sicher auch hoffen.

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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 20:30 
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Beiträge: 2582
EinfachIcH hat geschrieben:
W-Dianerin Anis hat geschrieben:
Irgendwie sind es ja deine Organe. Was wäre, wenn ihm so etwas (klopf auf Holz) passieren würde? Hat er dir diese Entscheidung übertragen?
Seid ihr tatsächlich verheiratet?



Richtig es sind meine! Aber wenn ich nicht gerade durch einen Unfall in die Spender Position gelange, wäre es wohl auch schwer zu gehen, wenn man weiß das danach etwas geschied, was der Partner nicht möchte.
Was sagen den eure Partner? Habt ihr euren Ausweis einfach oder habt ihr auch darüber gesprochen?
Ich kenne seine Ansichten und sein Ausweis ist ebenso ausgestellt.
Ja wir sind wirklich verheiratet ;-) schon ne weile .
Wenn ihm das passieren würde - keine Ahnung, er würde sicher auch hoffen.


Also ich weiß nicht ob es dann schwerer ist zu gehen, da man zu einer Spende ja Hirntod sein muss, gibt es in einer solchen Situation noch viel zu hoffen? Es soll ja Fälle geben, in denen zu früh entschieden wurde, aber ich glaube, in D ist da kein Fall bekannt. Oder?
Wie willst du denn sonst in die Spender Position kommen? Also klar, Unfälle, Hirnblutungen etc. , oder was meinst du?

Die Entscheidung habe ich weder mit meiner Familie noch mit meinem Partner getroffen. Sie wissen davon und damit ist es gut.
Für mich fühlt es sich richtig an und wie hier auch schon gesagt, wer nehmen würde, sollte auch bereit sein zu geben.

Übrigens will ich eingeäschert werden... ist die Vorstellung schlimmer das man Asche ist oder das ein anderer Teil noch "lebt" und früher oder später auch "stirbt"?


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BeitragVerfasst: 26.08.2014, 20:43 
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Die Frage nach der Ehe kam jetzt vielleicht ein bissel komisch rüber, war nur, weil man im konkreten Fall als Ehepartner sowieso entscheiden müsste. Das kam für euch beide aber nicht in Frage, also erstmal von "nein" auszugehen und sollte es dann wirklich nichts werden, vielleicht doch zuzustimmen?


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