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BeitragVerfasst: 19.11.2009, 11:23 
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Wohnort: Ba-Wü
Es ist dunkel, kalt ich such das Licht, die Wärme. Ich laufe nach vorne, gehe weiter auf meinem Weg, suche nach der Helligkeit dem Licht, nur es ist weiter dunklen und kalt.
Vielleicht sollte ich mich umdrehen, ist hinter mir die Sonne? Laufe ich in die falsche Richtung? Lauf ich in den Schatten den ich selbst werfe? Den Schatten meiner selbst?
Ich dreh mich um und sehe das Licht, die Sonne.
Ich bin geblendet, doch es ist gar nicht die Sonne in die ich sehe, ich sehe in einen Spiegel.
Traue ich mich in den Spiegel zu sehen, und wenn ja was sehe ich, mich selbst? Das was ich sehen möchte? Oder das was „Wirklich“ ist?
Oder muss ich erst den Spiegel zerstören um das zu sehen was "Die Wirklichkeit“ ist.
Es heißt es bringe 7 Jahre Unglück einen Spiegel zu zerbrechen. Hab ich den Mut dazu das zu zerstören was ich sehe, was ich bin, im Moment der Reflektion.
Brauch ich Wut um den Mut aufzubringen überhaupt hineinzusehen.
Und wenn ich es zerstöre, was ist dahinter, weitere Illusionen, Träume oder etwas von dem ich gar nicht weiss.
Ich stehe noch immer vor dem Spiegel, die Augen geschlossen um nichts sehen zu müssen.
Warum will ich nicht sehen? Was hab ich zu verlieren? Ich bin der einzige Mensch der mich ganz kennt und doch habe ich Angst einen Blick auf mich selber zu werfen?
Ich falle auf die Knie und spüre wie meine Schulter beginnen zu Schmerzen. Meine Flügel wollen wachsen. Doch auch heute ist es noch nicht soweit.
So stehe ich auf, klopfe mir den Staub von den Knien, drehe mich um und laufe weiter auf meinem Weg, und ich weiss eines Tages werde ich fliegen in den Strahlen des Regenbogens, im Licht ohne Schatten....


Zuletzt geändert von Scholli am 20.11.2009, 11:49, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Tick Tack
BeitragVerfasst: 20.11.2009, 11:04 
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Ich bin froh, das hier keine Uhr hängt, welche mir das langsame verstreichen der Sekunden unpassend fröhlich in das Bewusstsein tickt. Mir reicht der Blick auf die digitalen Ziffern vollkommen. Auch wenn ich jedes mal die gleiche Zeit zu sehen scheine. Ich schaue ein Zweites mal hin, und bemerke das wohl nicht nur die Sekunden zähflüssig wie Erbrochenes die hochgeklappte Klobrille herunter laufen, sondern die Minuten und Stunden diese Idee brillant imitieren.

Hölle, noch 5 Stunden, 18000 Sekunden. In etwa so viele Herzschläge.
An sich habe ich nichts gegen die Zeit, wobei es mich interessiert wie es wäre, wenn alles zur gleichen Zeit geschieht, hmmm.

Aber mein Kopf hat gerade den Betrieb eingestellt und läuft nur im Reservemodus, daher lasse ich den Gedanken.

Ich glaube das Schlimmste was mir je widerfahren ist, war die überraschende Entlassung aus der Strafhaft nach meiner Verhandlung. 18 Uhr 30 16.01.1997.

Dieses Gefühl kommt nie zurück, und nichts an dieses heran. Ich suche nach etwas, das ähnlich unsterblich macht, wenn auch nur für den Augenblick. Sex, Drogen, viel Sex, viele Drogen, Sex und Drogen, Viel Sex und Drogen, Sex und viele Drogen, viel Sex und viele Drogen. Nichts.

Ich bin verdammt. Ich weiß wie das Leben glänzen kann und bin nun blind, taub, leer, erfüllt von Kompromissen die nur als Platzhalter dienen.
Nein, auch die zweite Entlassung hatte nicht einmal im Ansatz die Wirkung, sie schnitt sogar im Vergleich erster Pillentrip vs. zweiter Pillentrip um Breiten schlechter ab.

Tja, Glück gehabt, und was jetzt?
Was wird aus Glück wenn es doch scheinbar nur um den Gipfel, den Höhepunkt eines massigen Irgendwas aus Zeit und Begegnungen der seltsamsten Geschöpfe, geht?

Ich glaube hinter diesen Gebirge geht die Sonne unter... .

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 Betreff des Beitrags: 3 Tage später
BeitragVerfasst: 23.11.2009, 18:05 
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War mal wieder so eine "Tropfen auf den heißen Stein" Aktion. Das Ende so verdammt nahe und den Anfang trotzdem nur Halbherzig gewagt, oder auch nicht.

Mit Dir würde es mir jetzt anders, oder mindestens besser gehen. Für die Zeit, die Du bei mir bist, scheint alles so, wie ich es mir immer vorgestellt habe.
In meinen Träumen spielen Schmerzen keine Rolle, es gibt nur Hauptrollen, keine Statisten und leblose Requisiten.

Doch im Moment lebt sich mein Leben unabhängig von mir. Ja schon klar, ich sollte das Ruder in die Hand nehmen und dem Sturm trotzen und all das Heldenzeug, denn "Nobody loves you when you down and out" und so.
What ever ... f*ck the Syzdamn!

Vielleicht wäre besaufen eine Idee, vielleicht auch nicht? Ich hole mir ein Bier. afk
brb
Ich hoffe heute bleiben die Schmerzen weg. War eine schöne Zeit ohne sie. Doch die Angst, dass sie wiederkehren verfolgt mich wie meine Gier nach Leben... .
Muss von Außen ziemlich dämlich aussehen. Auf der Flucht vor den Ängsten in den Abgrund stürzen, weil sich dort das Leben so echt anfühlt.

Ich habe mich unzählige Male gefragt, womit ich diese persönliche Tragödie verdient habe. Die Vergangenheit habe ich mit bloßen Händen aufgeschürft, bis auf das Fleisch und die Knochen. Sicher, ich meine es ist in Ordnung das mir keine Opfergaben im Altes Testament Style erbracht werden, wirklich, das wundert mich keineswegs. Aber zwischen diesem Standpunkt und dem, was ich mir so unter "Normal" vorstelle, liegt in etwa die selbe kosmische Distanz, wie zwischen diesen höllischen Schmerzen und dieser ähm, normalen Welt.

Womöglich liegt der Grund dafür aber in der Zukunft und ich erkenne es deshalb nicht. Kann sein das ich mich zum Superlativ des Unerträglichen entwickle, "Karma-Reverse" oder "pre paid karma".

Vielleicht die einfachste Erklärung, ich weiß es nicht.

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 Betreff des Beitrags: Recall
BeitragVerfasst: 25.11.2009, 06:50 
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Fuck. Als Deine Tränen meine Haut berührten dachte ich, gleich würde ein wundersamer Schmerz sich durch mich fressen. Wie Säure.
Doch wie Du weißt kam es anders.
Ja, ich habe auch bemerkt, wie das Brennen vereist ist, als die erste Träne mich berührte.
He, ich habe keine Ahnung, wer sich beschissener fühlen dürfte von uns. Also ignorier mich nicht, oder mach was Du willst. Fuck, f*ck, f**k, you?!
Bist Du das was ich in Dir sehen will, oder liebe ich Dich wirklich so wie Du bist? Ich meine damit, kann ich die ganze Wahrheit ertragen? Oder bitte ich Dich nicht (unbewusst) augenzwinkernd, mich so zu lügen, bis ich mir selbst ge-Falle???
Hängen geb´lieben.
Ich werde die Antwort nicht hören wollen, liegt aber nicht an Dir.
Schalt mal wer die Sonne an, auch wenn sie sich verbirgt.

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 Betreff des Beitrags: Bad ideas
BeitragVerfasst: 25.11.2009, 07:32 
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Scheiße, hast Du wirklich das Gefühl, ich würde Dich in das Licht zerren wollen, meinetwegen?

Ich schmecke Deine Angst. Du fürchtest Dich davor, zu Staub zu zerfallen, wenn Dein wahres Ich sich nicht mehr verstecken lässt.

Und ich tue so als ob meine Probleme von Belang sind?

Du musst ganz schön tod sein, wenn Du dieses Leben als lebenswert betrachtest.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 09:56 
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ich trotte brav mit.
bin ein schaf geworden.
fuck !
mit meinem bunten kopf wird sich doch noch etwas anstellen können....


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 Betreff des Beitrags: Polaritätsproblem
BeitragVerfasst: 30.11.2009, 04:00 
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Das mit dem Feuer und Eis trifft die Sache dann doch so ziemlich auf den Punkt. Lässt sich zwar nicht bildlich optimal mit dem Umstand, dass Du meine Nähe nicht erträgst und ich die Entfernung als unerträglich betrachte, assoziieren, aber gemessen am Wesen des Problems ordnen sich da auch ganz andere Dinge unter.

Ich habe keine Formel zur Hand, mit welcher ich das Dilemma auflösen könnte. Und so voll mit Herz hat die Angelegenheit doch erst begonnen... .

Ich werfe wohl besser eine Münze. Sie wird zwar auf der Kante stehen bleiben, doch mir selbst dann das Gefühl geben, dass die Dinge einfach so sind, wie sie sind.

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 Betreff des Beitrags: Merry xxx-mas
BeitragVerfasst: 03.12.2009, 23:36 
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Klar war das mein Ernst: "Weihnachten töten!"!

Ich meine ist echt kein Prob, das die drei10 Beatles-Alben 199 Juhro kosten. Aber die Verpackung ehhh, kommt mal klar. Ich habe schon billige Pralinen verschenkt und kenne die Parole mit dem guten Willen und so Zeug. Traumschwiegersohn bin ich aus Prinzip nicht. Denn wer nicht einmal Wunschkind ist, kann mit kaltem Gegenwind ein bisschen anders Ungehen.

Nein, wir lenken den Fokus in die falsche Richtung, gerade.

Stand heute im "Müller", Drogeriemarkt mit Tonträgern aus Vinyl und CD. Check so die Lage, was dieses Jahr so geschenkt werden soll. Motiv: Weihnachten.

Lauf kurz von "A nach W" weiter nach hinten, denke so 34,99€. Wàre schon ok. Kollege kauft sich aber ein anderes Album. Egal.

Auf dem Weg nach draußen die Frage ob ich Geschenke abchecke.

"Nee, tu´ ich nicht. Aber dieses Jahr scheint es mir so, als ob alles was Tod ist, sich einfach besser verkauft.
Ist und gibt es so etwas überhaupt: "Mehrtürer Prinzip" ?"

Stand so ein Zwerg neben mir, schätze mal keine 9 Jahre alt. Und ich muss davor so etwas wie: "Tod, alle sind sie Tod", gesagt haben. Habe den echt nicht gesehen.

Er und seine Ma werden heute ein schönes Gespräch geführt haben. Fuck. Aber der Blick von dem... . Habe mich selten schuldiger gefühlt.

Ach, jeder Weg führt in die Hölle, da er genauso auch in den Himmel führt. Die Frage ist nur ob Du es als Highway betrachtest oder Stairway....

Aber so alles in Allem:

Weihnachten-remastered. Töten, damit es eingepackt teurer verkauft werden kann.

Hell yeah!i!

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 Betreff des Beitrags: Uncut
BeitragVerfasst: 19.12.2009, 21:47 
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Die Haut des Poeten sollte nicht merklich dicker sein, als der Morgentau der sich schuldlos über all das legt, was sich nicht verbergen lässt. Sicher wäre ein Panzer das geeignetere Fortbewegungsmittel, doch das fällt auf.

Mein Kopf ist so voll heißer Luft, dass ich mich frage, wann ich wohl abhebe.

Ich kotze mich halbverdaut aus. Der Geruch ist mit Worten nicht zu fassen.
Das soll ich sein, ich meine, so sieht "Ich" aus?

Schwach und ängstlich? Hinein in die nächste Nacht, Küss´ das Leben, bevor es Dich frisst!

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 Betreff des Beitrags: nur ein paar fragen
BeitragVerfasst: 22.12.2009, 07:15 
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Kann beim besten Willen nicht nachvollziehen was Dich dazu bewegt mir das Herz heraus zu reißen. Suchst Du Verbündete, die Dich hassen, wie Du Dich selbst hasst? Oder empfindest Du Liebe generell als etwas abfälliges, das in Lügen getränkt, mit Zucker kandiert, ungeniert in Dich eindringen will um Dich von dort aus zu zerfressen?

Kommt zugegeben nicht so oft vor, dass ich Menschen die Wahrheit wünsche, da ich den Traum und die Sehnsucht zu lieben gelernt habe, als nichts weiter als Realität um mich herum gewesen ist.
Doch bei Dir kann ich nicht anders.

Ich fühle mich nicht einmal schuldig, von Schuld zu sprechen und diese zu verteilen. Möglich das ich mich aufführe wie ein Gott im Praktikantenstadium, doch wie soll mein Herz mich noch leiten, wenn es Deine Tränen blutet?

Glauben und Vertrauen immer nur gefordert, nie selbst erschaffen. So blickst Du in den Spiegel und siehst nur das was Du befürchtest. Nicht das was ist.

Ich wünschte ich hätte den Zwang Dich zu bestrafen, Rachegelüste von apokalyptischer Dimension.

Doch womöglich basiert Dein Sein auf genau diesem verwesten Gedankenspiel, das ein anderer bereits mit Dir gespielt hat... .

Ich kann nicht für Dich sprechen, und noch weniger gegen Dich. Denn wenn ich Du wäre, dann wäre ich Du. Ebenso perfekt wie Du diese Rolle bekleidest. 4 6 8

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.12.2009, 13:25 
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Aus wie vielen Perspektiven kann man die Welt betrachten ? Wäre man in der Lage sie tatsächlich aus „allen“ Blickwinkeln zu sehen, diese eine Welt, muss man dann nicht gestehen, dass alles zusammenhängt, alles zusammenläuft zum Ich, zu mir dem Subjekt welches betrachtet, und während ich betrachtet, fange ich an jene Bänder zu weben, ja ein schönes Muster soll es sein, doch wie viele Möglichkeiten habe ich nun, all diese Muster, eines schöner als das Andere und doch, der Stoff bleibt sich gleich. Ist er nicht erhaben über jene Märchen, Sagen und Legenden, ja über Geschichten und Gedanken ? Wie viele Muster kann man weben und wie viele sind gewebt ? Und wie lang sind diese Fäden überhaupt , sind es vielleicht offene Muster, welche sich mit jedem neuen Knoten, harmonisch verändern ? Ist es nicht völlig Trivial was ich da Webe; es wird ein Muster sein, ein Muster aus diesem einen besonderen Stoff.

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 Betreff des Beitrags: Epochenwechsel
BeitragVerfasst: 31.12.2009, 06:03 
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Betrachtet man die Wissenschaft, die Politik und auch die Philosophie, kurz unsere Epoche, so muß ein jeder zugeben, daß diese Epoche zutiefst subjektiv ist, ja diese Subjektivität erdreistet sich jene Objektivität zu leugnen. Nun kann man sich fragen, herrscht diese Subjektivität deshalb vor, weil wir heute so denken, zu denken gelernt, ja die Welt nur so begreiffen können wie wir denken, oder ist es tatsächlich ein Produkt aus Experimenten der Wissenschaft ? Man muss das spezifische Experiment gar nicht kennen, man muss sich nur fragen, wer interpretiert dieses!
Der Mensch hat die Angewohnheit immer ins Extrem zu gehen, dieses Extrem hat nichts, aber auch gar nichts mit Radikal zu tun, er steht vor der Wahl, weiss oder schwarz ? Gut oder böse ? Oben oder unten? Einstein hat es uns doch so klar vor Augen gehalten, die Welt ist Relativ. Wie aber ist eine Realtivität möglich, wenn es doch nur – wie sie sagen- eine Seite gibt ?
Jene Vetrtreter können den Solipsimus nur noch abwenden, in dem sie vom Relativprinzip reden, welch ein Widerspruch, wo bleibt hier die Wahrheitsliebe ? Ein Epochenwechsel wird also zwangläufig auf alte Philosophien zurückgreifen, gleichfalls wird sich die Politik und die Wissenschaft ändern. Ja natürlich auch die Philologie, kurz die Menschen werden nicht mehr Extrem sein sondern Radikal, auf die Wurzeln bezogen. Ein Solipsist kann nicht Radikal sein, er hat keine Eltern, kein Grosseltern und auch keine Ahnen. Nein er selbst ist ein Traum inmitten einer Leere die keinen Träumer duldet. Nun heute Nacht können wir sehen, wie eine Blüte aus einer Wurzel spriesst, freilich wird dies keine sonderlich prachtvolle Blüte, aber eine, welche doch wieder Samen bildet. Vielleicht Samen einer neuen Epoche, Samen die sich in der Mitte wissen.

Ich wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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 Betreff des Beitrags: Sophia
BeitragVerfasst: 17.01.2010, 06:06 
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Die edelsten, ruhmreichsten Ritter dieses Planeten haben stets um die Minne der treuesten, von solcher Schönheit gesegneten Sophia ihr Leben gegeben. Und dies ist doch sehr verwunderlich, niemand hat die Bezaubernde je ganz gesehen, der Eine kannte nichts weiter als ihren unwiederstehlichen Duft, der Andere gar durfte ihre Stimme vernehmen, alle schufen sie mit diesem bisschen Glück und im Bunde der Phantasie, ihre leuchtenden Wappen und siegbringenden Schlachtrufe. Soviele Werber und doch ist die süsse Sophia die einsamste Jungfrau die je in den Köpfen der Menschen ihren Platz fand. Man kann sich wohl vorstellen wie sie sich sehnt, ja manche lange Nacht sich einsam räkelt. Doch der Fluch Gottes lastet auf ihr wie der unscheinbare Nebelschleier der ihre zarten, unberührten Glieder umhüllt. Ohh wie viele Opfer hat deine Minne gefordert, wieviel Leid hat sie den Menschen gebracht, die dich noch nicht einmal vom Namen her kennen. Und doch hält Gott an seinem härtesten Fluch, den er wohl je auferlegt hat, fest. So höre mich du verbotene Frucht, sei Gott auch noch so viel höher wie ich niedrieger bin, ja sei er noch so strahlender wie ich finster bin, ich werde ihn Bezwingen und mir Sicherheit geben lassen, auf dass er den Fluch zu brechen gedenkt. Ach welch Wahn wandert durch manch verliebtes Herz, so stehen wir nun hier und du da, getrennt durch den Neid, ja die Missgunst Gottes, lassen wir unseren Hass, der ganz eigentlich dem Neider gilt, an unseren Rivalen aus. Und all die, die sich nicht um die Jungfrau schlagen, werden von den aufwirbelnden Stürmen jener Schlacht um die Minne, mitgerissen und werden sich in einem Lande wiederfinden, von dem ich nichts weiss und wissen will.

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Nosce te ipsum et desines ipse esse.


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 Betreff des Beitrags: abschiedsbrief an meine mama
BeitragVerfasst: 26.01.2010, 12:38 
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Registriert: 21.08.2006, 13:02
Beiträge: 1866
"...denn jetzt kann ich's fühlen,jetzt kann ich's spür'n,
ich muss jetzt weinen,doch ich kann nichts dafür.
sag mir,siehst du die engel,siehst du das meer?
ich kann jetzt weinen... du fehlst mir so sehr."

(xavier-ich kann nicht weinen)

liebe mutsch,
ich denke jeden tag an dich + immer wieder zieh ich mir dieses lied rein.
es ist jetzt unser lied.
es war gut so,dass ich auf alles andere geschissen habe + die letzten wochen für dich da sein konnte.

es war so schwer für dich,diese letzte schwelle zu überschreiten,du hast dich gesträubt + bist dem tod auch zweimal von der schippe gesprungen,aber beim dritten mal dann... da wusstest du.. es ist soweit.
deine angst,deine hände,die hilfesuchend nach mir gegriffen haben.. ich werde diesen moment nie vergessen.
doch ich möchte ihn verdrängen.
lieber klammere ich mich an die letzten minuten,als endlich ruhe in deinen kleinen schwachen körper einkehrte.
du hattest es zugelassen + hast mich unendlich friedvoll angeschaut.
deine atmung wurde schwächer,immer unregelmäßiger,
deine augen schlossen sich + dann hattest du es geschafft.
du hast dich auf den weg gemacht,du bist gegangen,wohin auch immer.
der friede sei mit dir liebe mutsch.

es war schön,dass du noch 12 stunden lang da warst,bevor sie dich dann abgeholt haben.
die kerze an deinem bett.
ich konnte mich immer wieder zu dir setzen,dich streicheln..
dich bürsten + hübsch machen,dir tschüss sagen.. weinen.
es war so friedlich.

so im nachhinein denke ich,dass ich dir noch soviel hätte sagen müssen,aber ...
nichts geht mehr. rien ne va plus.

dich hat weder das gestern,noch das morgen interessiert und es war gut so. für dich.
deine beerdigung und deine trauerfeier ham wir doch gut hingekriegt,wa? :o)
alles in deinem sinne,alle waren sie da. deine familie,deine gäste,deine musiker,von skandinavien bis amerika.
über deinem letzten wunsch mussten wir ja erst lachen - ein grabstein in form eines pferdes mit reiter drauf - ,zumal du nie etwas zurück gelegt hattest,nur 'n riesen berg schulden hinterlassen hast,aaaber wir haben die kohle für diesen grabstein fast zusammen :o). so viele waren gewillt,etwas beizusteuern.
dein letzter wunsch wird bald erfüllt sein + ich werde dann lächelnd an deinem grab stehn + mir das kunstwerk betrachten.
scheiss auf kohle,wenn sie gebraucht wird,wird sie aufgetrieben + das letzte hemd hat keine taschen.

ich habe sehr viel nachgedacht in letzter zeit + ich möchte dir von herzen "danke !" sagen,denn das was du geben konntest,das hast du gegeben.

Anna La Camera,dieser wohlklingende name...
er gehört nun der vergangenheit an,aber ich werde ihn noch oft aussprechen,nur für mich.
ich denke an dich. ich weine um dich. ich bete für dich,auf meine art.
tschüss liebe kleine mutschi !

".......du fehlst mir so,ich lebe für dich mit.
du fehlst mir so,ich bring dir etwas mit,
denn jetzt kann ich's fühlen,jetzt kann ich's spür'n,
ich muss jetzt weinen,doch ich kann nichts dafür."


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.10.2010, 20:21 
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Registriert: 19.09.2008, 16:16
Beiträge: 236
Wohnort: Frankfurt/Main
Was sind wir eigentlich? Ich habe für meinen Teile den Eindruck es ist ne riesen Infarz diese Welt in der wir leben, Läuft alles falsch oder läuft so weil es so laufen muss oder beides? Ich hab dauernd den Eindruck ich bin hier irgendwie falsch irgendwie funktioniere ich anders als alle anderen. Da ist dieser Energiestrom der durch mich fließen möchte und der mich so belebt...und wenn ich seiner Führung versage um eigenmächtig zu handeln zieht er sich zurück...das scheint es so nicht bei anderen zu geben, dass erschreckende wenn er fehlt bin ich nur noch ne leblose Hülle, ein Zombie wie alle anderen, bloß dass es bei mir viel schrecklicher ist, so als wäre alles Glück ausgesaugt bie man es sich bei den Dementoren vorstellt bei Harry Potter nur eben real. Als ständen Himmel und Hölle gemeinsam vor der Tür und ich müsste immer neu entscheiden blöd nur dass ich son schisser bin und vorm Leben fliehe wie ein erschrecktes Eichhörnchen. So viele Laufen weg vorm Leben, aber ich bin die Königinund irgendwie schwachsinnig auf nem Gebiet wo alle wunderbar funktionieren, nur bei mir schaltet da ein Motor ab, wenn ichs auch versuche. Wie haltet ihr es nur in eurer Welt aus? Ich möchte nicht so leben ich möchte endlich dauerhaft beseeltsein und nicht alle Engel enttäuschen die mir zur Seite stehen es steckt nur soviel Angst in mir, dass ich sie als diese völlig ausgeblendet hab und lieben auf stand by gehe als aus mir raus zu treten. Es sind echt abgefahrene Dinge die Zwischen Himmel und Erde vor sich geht und dieses Nicht geheimnis und riesen Scherz werde ich noch entlarven bevor ich abfliege darauf muss ich einfach bauen ich darf nicht aufgenen und zu nem Zombie mutieren, den ich Jahrelang war und der da ANsprüche auf Führung stellt. So nicht. Nur wer lebt hier schon noch riechtig? Ich finde keinen der da weiter ist wo stecken sie denn alle?

_________________
Ahab (oder auch Ishmael):
"Wenn der Mensch zuschlagen möchte muss er durch die Maske schlagen! (...) Manchmal denke ich, dahinter ist vielleicht nix. Aber das genügt mir"
Melville, Moby Dick


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