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BeitragVerfasst: 22.01.2010, 21:12 
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Lemmi hat geschrieben:
in wie weit siehst du denn ein moralisches fehlverhalten bei dem freund?


Na in diesem Deinem Satz:

Lemmi hat geschrieben:
zerstört nicht nur seine eigene existenz sonder nimmt auch noch aussenstehende mit.


Lemmi hat geschrieben:
mit vorsatz gar nicht. aber "wir" sind nunmal jahrelang einen gemeinsamen weg gegangen. das schafft doch automatisch eine abhängigkeit bei einem schwächeren menschen. und sei es gar nicht die abhängigkeit von mir als person, sondern die abhängigkeit von dem weg, der unser gemeinsamer war und mit meinem entschluss endete.


Dann verstehe ich Deine ganze Fragestellung nicht, denn mit dieser Ausleuchtung lieferst Du Dir doch selbst den Beweis, dass kein unmenschliches Verhalten gewirkt hat, sondern einfach nur der Lauf des Lebens.

Lemmi hat geschrieben:
un-menschlich hab ich hier als "jemanden, der sich nicht für andere interessiert" interpretiert und nicht als typisch menschliche eigenschaft.


Ich empfinde Deine Aussage als zu pauschal. Letztendlich ist es situationsbezogen, ob ich mich durch ein Interesse am anderen moralisch verhalte oder nicht. Ich kann nämlich durchaus auch mit Interesse schaden, nämlich dort, wo beim anderen die Persönlichkeitsentwicklung in Eigenständigkeit gipfeln sollte. Dabei muss man auch differenzieren, in welchen Bereichen das von Dir benannte fehlende Interesse lag, in welchen Bereichen Empathie vorhanden war und so weiter. Dein Beispiel lässt zuviel Spielraum, als dass man in einer Diskussion darüber Grundsatzfragen klären könnte.
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BeitragVerfasst: 23.01.2010, 14:26 
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Registriert: 05.02.2007, 11:39
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Lia hat geschrieben:
Ich empfinde Deine Aussage als zu pauschal.

es geht bei diesem thema doch um die frage nach einer universellen, "pauschalen" moral, oder?!

Lia hat geschrieben:
Letztendlich ist es situationsbezogen, (...)Dein Beispiel lässt zuviel Spielraum, als dass man in einer Diskussion darüber Grundsatzfragen klären könnte.

es ist nicht nur situationsbezogen sondern perspektivbezogen. was von dem einen standpunkt aus als moralisch gut empfunden wird, ist von dem anderen moralisch verwerflich oder unmoralisch.
sehe ich die situation zwischen mir und dem freund nur auf dieser zwischenmenschlichen ebene, empfinde ich mein handeln als schlecht, unmenschlich und somit unmoralisch, da meine moral ja umfasst, gutes zu tun, sozial und empathisch zu leben. ich gehe aber hin, setze meinen kopf durch und ignorier, verleugne oder was auch immer offensichtliche folgen meines handelns in bezug auf meinen freund.
wenn man jetzt aber evtl. gedanken von mir in dieser situation kennen würde, meinen genauen willen, mein streben, dann könnte meine entscheidung genauso gut vollkommen moralisch, menschlich, .... sein. wie sah der weg aus, den wir zusammen gegangen sind? ging es zb. nur darum, dass wir gemeinsam unser ego stärken wollten und auf alles andere geschissen haben oder haben wir gemeinsam "für eine bessere welt gekämpft"? wie sieht der weg aus, den ich alleine gehen will, geht es hier darum, mich alleine noch mehr zu bestärken oder denke ich, dass es zeit ist für andere auch ihre eigene kraft zu entwickeln und ich auch dieses durch meine entscheidung provoziere? will ich etwas menschliches erreichen oder etwas unmenschliches? was ist das wohl von mehreren menschen wert, wenn es dafür wenigen schlecht geht, und umgekehrt wenn man persönliche mepfindungen hinzu zieht, usw.
verstehst du, wie ich das meine?
wie sollte eine universelle moral denn aussehen, als dass sie aus jedem blickwinkel funktioniert? "handel menschlich gut" funktioniert nicht wirklich. universell wird sie nur dann, wenn die moral lautet "ich mach was ich will, alles andere ist egal", denn aus jedem blickwinkel geht es hierbei nur um mich und ich kann mir und meiner moral treu bleiben. als erstrebenswert empfinde ich das aber nicht. sieht man ja heutzutage. der ein oder andere lebt danach und so sieht die welt dann aus...
hm, wo ich hier grad so sitze und überlege, ich glaube, es gibt eine symbiose aus beiden oben genannten moralischen grundsätzen, die funktionieren könnte. universell sozusagen. "lebe bewusst", denn das bewusst machen seines eigenen handelns, denkens, empfindens umfasst ja nicht nur an sich selber zu denken, somit menschlichkeit. und, bewusstsein ist das was nur ins uns selber stattfindet und wir haben die freie wahl, aus diesem bewusstsein heraus nach eigenem willen zu entscheiden ....somit geht es nur um mich und um alles andere.


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