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BeitragVerfasst: 15.07.2006, 14:06 
die deutschen ham schon immer etwas länger gebraucht, ham sich ja in der ns zeit auch nicht gewehrt. jedenfalls, wurden wir halt ordentlich demoralsiert, in schulen, im alltag, in den medien. anders kann ich mir nicht erklären wie sich die leute alles von den berliner bonzen gefallen lassen. Es ist der regierungs glück das das volk nicht denkt. alter spruch


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BeitragVerfasst: 20.07.2006, 18:21 
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Eine kulturelle Revolution sollte gegen die "Hauptursache menschlichen Elends" ( Religion) revoltieren. Schon seit längerer Zeit unterjocht das Patriachat den "Anderen" Teil des menschlichen Wesens, das biologisch gesehen sogar das "Stärkere" ist. Beispiel: Noch in den 90er Jahren wurden 75 Millionen Frauen ihrer Klitoris beraubt. Zufälliger Weise prägt das Frauenbild, dass alle Weltreligionen malten, nahezu alle Gesellschaftsstrukturen dieser Erde. Der Mensch kann sich nicht auf die Fahnen schreiben, dass Menschenrechte real existieren, wenn über 50 Prozent der Menschheit aus geschlechtlichen Gründen, existenzielle Rechte nicht wahrnehmen können. Menschenrechte existieren auf dem Papier. Was nutzt es, wenn z.B. in Deutschland erst vor ein paar Jahren verboten wurde, Kinder zu züchtigen,zu schlagen etc.
Wie sollen Menschen revolutioniert werden, wenn der neue Mensch von geburt an, mit nahezu allen verbrecherischen Methoden versklavt wird?
Wie auch, wenn religiöse Indoktrinationen geduldet werden müssen?


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BeitragVerfasst: 21.07.2006, 12:13 
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@ dont`Tdeny:

Wie? dass man das erkennt, ist der erste Schritt. dass man dann aber mit der Überzeugung, dass man da eh nix mehr drehen kann, versucht weitere Schritte zu gehen, ist unnütz!
Wir können nicht die ganze Welt / die ganze menschlische Gesellschaft ändern - da sind wir uns hier auch einig.
Aber so wie wir auf andere Menschen wirken, so wirken wir auf die Welt!
Und jeder der erkannt hat, in was für einer Welt wir inzwischen leben, sollte diese Erkenntnis den Menschen die er erreichen kann vermitteln! Zeigt den Menschen wer sie wirklich sind und wie sie leben - und fragt, ob sie wirklich so sein wollen! und dann macht ihnen klar, dass es in der Hand jedes einzelnen liegt, das zu ändern, dass jeder dazu fähig ist! Seid Beispiele, wie es anders geht! ...so wie es uns gezeigt wurde!

...es wäre ein Schritt, der sich lohnt...

so long
eure malatia

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"Kein Blick zurück, kein Blick nach oben, schaut in euch selbst, dort sitzen eure Schlauheit, euer Wille und eure Macht - alles Werkzeuge, die ihr braucht um euer Leben zu verbessern." [Z. Bauman]


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 Betreff des Beitrags: Weidners Lebensmanifest
BeitragVerfasst: 25.07.2006, 00:49 
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Hallo Neffen und Nichten!

Rock`n`Roll Outlaw hat vollkommen Recht. Und ich denke er kann glücklich sein, eine solche Community gefunden zu haben, bei der man durchaus zuversichtlich sein kann, dass sie es schafft - oder vielleicht teilweise schon geschafft hat?

Wir sollten uns alle an Weidners - ich nenne es: Lebensmanifest halten. Den Text, den ihr unter "Sinn & Absicht" auf der Homepage findet.

Das Problem ist man immer selbst. Also nehmt euch Zeit zum Denken - das ist die Quelle der Macht.

Bei der Gelegenheit möchte ich euch einen irischen Segensspruch mit auf den Weg geben (manche kennen ihn vielleicht schon):

Nimm dir Zeit zum Arbeiten -
das ist der Preis des Erfolges.

Nimm dir Zeit zum Denken -
das ist die Quelle der Macht.

Nimm dir Zeit zum Spielen -
das ist das Geheimnis ewiger Jugend.

Nimm dir Zeit zum Lesen -
das ist der Brunnen der Weisheit.

Nimm dir Zeit zum Träumen -
das bringt dich den Sternen näher

Nimm dir Zeit, zu lieben und geliebt zu werden -
das ist der wahre Reichtum des Lebens.

Nimm dir Zeit, dich umzuschauen -
der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.

Nimm dir Zeit zum Lachen -
das ist die Musik der Seele.

Nimm dir Zeit, freundlich zu sein -
das ist der Weg zum Glück.


Wirklich wahr und weise ist dieser Spruch in meinen Augen.

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Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.


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BeitragVerfasst: 01.08.2006, 12:33 
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Wir müssen halt einfach unsere Feinde entmachten...


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BeitragVerfasst: 01.08.2006, 14:24 
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S. H. hat geschrieben:
Wir müssen halt einfach unsere Feinde entmachten...


wenn ihr etwas ändern wollt, fangt bei euch an *sing*

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we are all homeless
the homeless never die
they just go home

Lucien Zell


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BeitragVerfasst: 02.08.2006, 10:52 
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Ich weiß schon: Das haben die Onkelz gesungen, doch ich bin der Meinung und ich habe den Glauben daran, auch andersartig was verändern zu können.


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BeitragVerfasst: 02.08.2006, 13:10 
Zitat:

wenn ihr etwas ändern wollt, fangt bei euch an *sing*


und anschließend?


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BeitragVerfasst: 02.08.2006, 14:23 
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united-underworld hat geschrieben:
und anschließend?


dann kriegen wir ne bessere welt. ;-)

der kampf gegen sich selbst ist doch der ausgangspunkt und der schlüssel für eine wirkliche veränderung. natürlich bringt es nichts, wenn man seine zeit nur für philosophie und selbstreflektion opfert. man muss natürlich etwas tuen, aber genauso wichtig kann das "nicht-tuen" sein.

aber zuerst sollten doch so viele menschen wie möglich lernen, mit sich selbst kämpfen zu können und erkennen, dass alles nur ein spiegel, eine wiederholte projektion der eigenen seele und ihrer konflikte ist. besonders extremisten die für ihre sache rekrutieren wollen, nutzen doch meist gerade die menschlichen schwächen, ängste und zweifel und bieten dafür schnelle lösungen an, in dem sie vermeintliche übeltäter als zielscheiben für den eigenen hass anbieten.

eine revolution die daraus besteht, wenige führer an der spitze zu haben und darunter eine breite masse aus mitläufern hinterherzuziehen, kann nicht viel bewirken, weil eben die masse am ende genau so blöd wie zuvor ist und selbst wenn sich etwas grundlegendes verbesserte, sich das alte schon bald wiederholen würde.

man muss andere menschen für die suche nach und die umsetzung von gemeinsamen interessen finden, aber das was wirklich zählt, ist meiner meinung, all den schmutz der im laufe der zeit die eigene seele verklebt hat, wieder "kontrolliert" zu entfernen. sonst schleudert man immer nur unbewusst brocken davon wieder zurück in die welt, und weiß nie so genau, welchen schaden man damit gerade angerichtet hat.

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Lucien Zell


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BeitragVerfasst: 03.08.2006, 00:42 
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Registriert: 26.05.2006, 18:07
Beiträge: 7
JMK hat geschrieben:
united-underworld hat geschrieben:
und anschließend?


aber das was wirklich zählt, ist meiner meinung, all den schmutz der im laufe der zeit die eigene seele verklebt hat, wieder "kontrolliert" zu entfernen. sonst schleudert man immer nur unbewusst brocken davon wieder zurück in die welt, und weiß nie so genau, welchen schaden man damit gerade angerichtet hat.


Weise Worte. Es ist erstaunlich, dass wir (und das schließt mich mehr oder minder ein) so veranlagt sind, immer unsere äußere Welt ändern zu wollen, anstatt sie so anzunehmen, wie sie ist. Der Blick in die weite Welt und zu den globalen "Problemen", zu den Kriegstreibern, den Kapitalisten, all den bösen Menschen, ist immer wieder eine Betäubung der Sinne, um seine eigenen Unzulänglichkeiten eine Weile nicht spüren zu müssen.
Aber generell glaube ich sowieso, dass jeder mit seinem Ding genau richtig liegt. Jemand, der die Welt verbessern will und deshalb Vegetarier wird, liegt genauso richtig, wie einer, der 2x die Woche MCDonnalds besucht und sich um politische Themen nicht schert. Uns bleibt sowieso nichts übrig, als die zu sein die wir sind. Also schön locker durch die Hose atmen, es geht alles seinen Weg.


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BeitragVerfasst: 03.08.2006, 01:59 
sten hat geschrieben:
JMK hat geschrieben:
united-underworld hat geschrieben:
und anschließend?


aber das was wirklich zählt, ist meiner meinung, all den schmutz der im laufe der zeit die eigene seele verklebt hat, wieder "kontrolliert" zu entfernen. sonst schleudert man immer nur unbewusst brocken davon wieder zurück in die welt, und weiß nie so genau, welchen schaden man damit gerade angerichtet hat.


Weise Worte. Es ist erstaunlich, dass wir (und das schließt mich mehr oder minder ein) so veranlagt sind, immer unsere äußere Welt ändern zu wollen, anstatt sie so anzunehmen, wie sie ist. Der Blick in die weite Welt und zu den globalen "Problemen", zu den Kriegstreibern, den Kapitalisten, all den bösen Menschen, ist immer wieder eine Betäubung der Sinne, um seine eigenen Unzulänglichkeiten eine Weile nicht spüren zu müssen.
Aber generell glaube ich sowieso, dass jeder mit seinem Ding genau richtig liegt. Jemand, der die Welt verbessern will und deshalb Vegetarier wird, liegt genauso richtig, wie einer, der 2x die Woche MCDonnalds besucht und sich um politische Themen nicht schert. Uns bleibt sowieso nichts übrig, als die zu sein die wir sind. Also schön locker durch die Hose atmen, es geht alles seinen Weg.


finde ich reichlich naiv. wo fängt denn das mit dem ding richtig liegen an. eltern die ihre kinder vernachlässigen nur um selbst noch an gesellschaftlichen anlässen partizipieren zu können machen auch ihr ding und sehen ihr leben eventuell als sehr lebenswert an, und klammern den schaden der kinderseelen aus. wir leben in beziehungen und zweckgemeinschaften und deshalb lasse ich das nicht so stehen. es gibt dinge die abseits von religiösen oder moralische maßstäben einfach nich korrekt sind, für die man aber auch durchaus rechtfertigungen finden kann (töten....).
und ob uns was anderes über bleibt. nicht nur die mediale verarschung ermuntert uns dazu einem vorgelebten ideal zu entsprechen, sondern auch der arbeitsmarkt wünscht sich überwiegend maschinen die nach gewissen prinzipien funktionieren.und wir tun unser bestmöglichstes dem zu entsprechen.
zudem bin ich immer noch der meinung dass sich ein kampf mit sich selbst zeitlich durchaus mit einem versuch der "revolte" aus gesellschaftlicher sicht decken kann.

MfG


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BeitragVerfasst: 06.09.2006, 13:50 
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"Der Traum der Aufklärung, dass Vernunft und Wissenschaft die Probleme der Menschheit zu lösen, ist greifbar nahe. Es besteht jedoch eine außerordentliche Kluft zwischen unserer technologischen Überentwicklung und unserer sozialen Unterentwicklung. [...] Wenn die Menschen informiert und aktiv sind und über die ganze Welt hinweg kommunizieren; wenn die Wirtschaft soziale Verantwortung übernimmt; wenn die Medien zu Boten werden, anstatt Botschaften zu sein; wenn sich die politisch Handelnden gegen den Zynismus wenden und den Glauben an die Demokratie wieder herstellen; wenn die Kultur aus der Erfahrung wieder hergestellt wird; wenn die Menschheit die Solidarität der Gattung auf dem gesamten Globus spürt; wenn wir mit der Solidarität zwischen den Generationen Ernst machen, indem wir mit der Natur in Harmonie leben; wenn wir zur Erforschung unseres inneren Ich aufbrechen, nachdem wir miteinander Frieden geschlossen haben. Wenn all dies durch unsere informierte, bewusste, gemeinsame Entscheidung möglich wird, während es noch Zeit ist, werden wir vielleicht endlich in der Lage sein, zu leben und leben zu lassen, zu lieben und lieben zu lassen."
--> Manuel Castells (Soziologe & Wirtschafts-wissenschaftler) aus: "Das Informationszeitalter"

So wie unsere intellektuellen Vorfahren werden wohl auch wir kein Allheilmittel gegen das Elend dieser Welt finden, aber wir können das aktuelle Leiden ein Stück weit mildern, wenn wir unser Wissen nur für die richtigen Zwecke einsetzen. Auf diese Weise kann jeder einzelne von uns ein Stück weit zur Verbesserung unserer aktuellen Situation beitragen.
So wird auch unsere kulturelle Generation es schaffen können, unsere Gesellschaft ein Stück weit zu verbessern. Vorraussetzung ist nur unser individueller Willen uns aus unserem bequemen Sessel der Ignoranz und Teilnahmslosigkeit zu erheben und einzugreifen! Beispiele wurden hier schon zahlreich genannt.
Nicht jeder hat die gleichen finanziellen Mittel oder einflussreichen Kontakte zur Verfügung, das ist ganz klar, aber jeder hat ein Herz, welches es nur noch zu benutzen gilt!

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BeitragVerfasst: 19.09.2006, 20:26 
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Mittlerweile gibt es hier so viele Threads, in denen sich die Themen überschneiden, dass ich anfangs gar nicht wusste, wohin mit dem folgenden Text. Daher habe ich einfach mal auf Altbewährtes zurückgegriffen ...



Der Mensch befindet sich in einem Tiefschlaf. Aber er wacht, er hält die Augen geöffnet ? der Schlaf spielt sich hinter dieser Fassade aus Haut und Knochen, Venen und Arterien, Muskeln und Sehnen ab. Zwar ist er sich seiner Umwelt nach wie vor bewusst, doch würde sie nicht gelegentlich mit einem ohrenzerreißenden Tumult, einem unangenehmen Stechen, einem Seitenhieb, einem Schicksalsschlag, einem Übelkeit erregenden Gestank oder gleißender Helligkeit auf sich aufmerksam machen, geriete sie schnell in Vergessenheit. Die Dunkelheit, die Gewalt, das Morden und Sterben ? nicht nur seinesgleichen, sondern des ganzen Planeten ? lässt ihn gelegentlich noch zusammenfahren. Er zuckt. Er wundert sich. Er liebt. Er schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, fällt auf die Knie und schreit sich die Lungen wund und blutig. Mit hängenden Schultern prügelt er auf den Boden ein, auf sich selbst, auf sein Gegenüber. Er tritt und spuckt. Er kotzt. Seine Knie sind aufgeschürft, seine Knöchel, Finger und Zehen sind verstaucht und gesplittert, die Atemwege sind zersetzt und gereizt. Sein Brustkorb birst unter dem Druck seiner Umwelt, und die Rippen bohren sich wie Speerspitzen durch seine Lungenwände. Sein Wille ist gebrochen. Die Symptome sind verheerend! Er wischt sich das Blut von den Lippen oder schluckt es herunter. Aber er verarztet sich nicht.

Trotz aller Ignoranz und des bejammernswerten Talents wegzuschauen, hält sich der Mensch am Leben. Irgendwie hält er seinen Kopf über Wasser. Er ist nicht tot. Er ist nicht mal richtig abgestumpft. Aber er ist auf dem besten Weg in das allerletzte Stadium. Das lässt sich kaum leugnen. Wenn sich der Mensch nicht selbst von dem Geschwür, das er ist, befreit, nimmt ihm der Planet früher oder später die Arbeit ab. Derzeit übt sich der Planet noch in Geduld, und er tut gut daran. Der Mensch ist wohl die einzige Spezies, die sich selbst zum Todfeind erklärt hat. Er wurde geteert und gefedert, doch anstatt aufzuschreien, gefällt er sich in diesem Kostüm. Er wurde gekreuzigt, hat aber gelernt, sich in dieser Position zu bequemen. Er wurde erschossen, erhängt, gevierteilt, zerhackt, geköpft und verbrannt. Wir errichten Denkmäler und Häuser, Straßen und Bürgersteige, Parks und Freibäder, Kindergärten und Schulen auf Böden, die mit Blut getränkt sind und nach Verwesung stinken. Unsere Vorfahren haben sich hier die Köpfe eingeschlagen, und als wäre das Erdreich verflucht, führen wir diese traurige Tradition fort. Gott sei Dank nicht überall, aber überall ein bisschen. Hier und da sogar ein bisschen mehr. Kaum einer lernt aus den Fehlern, die andere begangen haben.

?? und auf das ganze Schlamassel gehört ein riesiger Grabstein mit der Aufschrift: Menschheit, du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu!? (Charles Bukowski)

Der Albtraum unseres Tiefschlafs drängt durch eine poröse Membrane in die Realität; hier hat er sich längst manifestiert, und er grassiert wie eine totbringende Epidemie. Wir müssen aufwachen. Doch darf das Erwachen nicht mit einem Gähnen oder flatternden Zwinkern erfolgen. Ein Aufschrei aus voller Kehle ist vonnöten! Ein Aufschrei, der so brutal und markerschütternd in der Luft vibriert, dass er alle Mauern des Hasses, der Wut, der Scham und des Neids niederreißt, wie einst das Mauerwerk in Jericho. Kein Stein bleibt auf dem anderen, alles Schlechte und alle Schlechtigkeit wird pulverisiert und vernichtet. Kein Hass mehr. Keine Wut. Kein Trott. Keine Müdigkeit. Kein Tiefschlaf. Kein Neid auf hübschere Freundinnen oder größere Penisse.

Wir alle haben die Möglichkeit, auf uns aufmerksam zu machen. Die Menschen müssen nur aufwachen und hinsehen ? wir müssen nur aufwachen und hinsehen.

_________________
Das Leben geht weiter ? das tut es immer.
(James Herbert)

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die eines Experten sein, der versichert, das sei technisch unmöglich.
(Sir Peter Ustinov)


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BeitragVerfasst: 21.09.2006, 21:13 
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hallo zusammen,

interessantes thema zu dem ja auch schon einiges gesagt wurde. gerade zwei einträge weiter oben hat der threadstarter ja aufgezeigt welch resonanze das thema mit sich bringt.

man liest echt viel über widerstand, revolution, überdruss, es satt haben usw. man stimmt der einen aussage zu und setzt selber noch einen drauf. wiederholt sich, liest sich bestätigt, findet eigene gedanken wieder usw.

jetzt mal meine frage: was hat sich seit den 3,5 monaten außer beiträge zu verfassen getan?? ham sich irgendwelche widerständler schon mal getroffen um genaueres in angriff zu nehmen?? und wenns auch nur ein punkt ist um diesen mal genauer zu beleuchten, zu hinterfragen um gemeinsam was zu bewegen??

jeder mensch lebt irgendwo, wächst auf, wird erzogen, lernt und wird belehrt. ich bin hier aufgewachsen in deutschland, in einem guten elternhaus, hab meine ausbildung genossen und verdiene heut gutes geld. ich rieche das es stinkt. aber wissen tue ich es nicht. woher denn auch?? wenn man 29 jahre in einem meer von scheiße aufwächst (ich meine damit nicht meine eltern, die schule usw. ich mein die verlogenheit, den wahnsinnn, alles was hier schon geschrieben wurde!) woher soll man dann wissen wie rosen oder lielchen duften?? woher soll man das wissen??

ich bin dumm wie die nacht schwarz und schwach dazu. ich rauche und ich tue es gern. das meine gesundheit draufgeht ist mein ding und damit kann ich leben. aber daß andere wichser daran so sauber und fett verdienen das geht mir ganz gewaltig auf den sack, ja das kotzt mich an und das schon ewig, aber ich rauche immer noch.

ich will damit nur sagen, so lange ich nicht mal solche "lapalien" in den griff bekomm brauch ich mir den rucksack nicht auf den rücken schnallen um damit den planeten und die menschheit an einen besseren ort zu tragen. das mit dem rauchen war nur ein beispiel. es gibt so vieles was mich nervt ich aber aus bequemlichkeit, aus faulheit nicht änder. und das sind ausschließlich sachen die nur MICH betreffen!!

ich soll an einer revolution teil nehmen obwohl ich ganz banale sachen nicht mal an mir selbst im stande bin zu ändern??!! habt ihr euer leben komplett im griff?? habt ihr alles ausgemistet was faul ist und stinkt??
seid ihr rein und sauber??

bevor ich anfang irgendwas zu verändern versuche ich in absehbarer zeit auf die reise zu gehen. ich will wissen wie die scheiße an anderen ecken der erde stinkt. ich will versuchen herauszufinden was hier wirklich so gott erbärmlich stinkt. vielleicht erkenne ich irgnedwann daß das hier ja noch heilig ist im vergleich zu dem was ich noch zu sehen bekomm. wer weiß das schon, ich auf jeden fall weiß es nicht. und solange das der fall ist, enthalte ich mich jeglicher revolution obwohl mir einiges auch gewaltig auf den sender geht. versuche meinen mund zu halten UND MACH EINFACH WAS.

immer nur schreiben und forenbeiträge erstellen wird denke ich auf dauer brauchbar nichts bewegen. ich glaub das war es was ich eigentlich sagen wollte.

noch als kurze anmerkung: will hier keinem zu nahe treten oder irgendwen in frage stellen. ich respektiere euch und eure einstellung. mehr aber auch nicht...

grüße

manu


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.09.2006, 09:33 
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Registriert: 15.05.2006, 14:39
Beiträge: 1601
Wohnort: Flensburg
S. H. hat geschrieben:
Wir müssen halt einfach unsere Feinde entmachten...


dann schlagen wir uns gegenseitig die köppe ein. Feinde helfen fit zu bleiben...


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