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BeitragVerfasst: 14.01.2009, 16:09 
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Nein, im Gegenteil: der Vergleich hätte Dir ins Gesicht springen müssen. Es ist der gleiche akustische Lokalpatriotismus (herrlich^^) der dem einen ein Schaudern auf dem Rücken hervorruft, wenn er Schwäbisch hört, wie Turkdeutsch.

Und richtig: es geht nicht um Zwänge, sondern um Reize. Jemandem zu etwas zu bewegen erfolgt durch Reize. Das kann eine Produktfarbe im Supermarkt oder eine Chance auf Zukunft in Deutschland sein. Doch eben diese Jungs und Mädels haben und erkennen kaum Reize um die deutsche Sprache so zu lernen wie WIR deutschen (wie arrogant) es für richtig halten.


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BeitragVerfasst: 15.01.2009, 10:18 
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Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese Sprache zu lernen.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1910)


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BeitragVerfasst: 15.01.2009, 14:11 
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der K hat geschrieben:
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese Sprache zu lernen.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1910)


was soll das bedeuten, dass die deutsch sprache abgeschafft werden soll, weil sie zu kompliziert oder überflüssig ist? frechheit!

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BeitragVerfasst: 15.01.2009, 14:25 
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Lieber Dennis,

aber natürlich hat dieser, so schöne Spruch mit eben diesem Thema zu tun.
Das Sprachverständnis eines Sprechenden ist imgrunde immer miserabel. Kein Mensch beherrscht wirklich seine eigene Sprache. Die Gewalt, mit der wir die Sprache versuchen zu benutzen, ist nichts anderes als der Versuch die Sprache auf das eigene, nicht zu beherrschende, kategorische Denken zu reduzieren. Die Sprache selbst scherrt sich nicht um ihre Nutzer; das Gegenteil ist ebenso der Fall. Somit ist der Wandel der Sprache kein Verlust von Qualität, sondern ein Verstoß gegen die eigene Sprachkategorie. Das allerdings interessiert keine Sau, erst recht nicht die Sprache selbst. Somit ist die Sprachakustik, welche einem nicht gefällt, ein persönliches Problem.

Jusuf wird die deutsche Sprache sicher nicht niedermachen, das machen wir selbst. Das Sprachverständnis wird zu schlecht geschult, von Lehrern, die keines haben.

Nichts desto trotz: Deutschland war Ende des 2ten WK von 4 Besatzungsmächten mit 3 unterschieldichen Sprachen besetzt, die zum Teil noch heute hier residieren und ihr regt euch über ein paar türkische Hauptschüler auf? Also bitte...


Zuletzt geändert von der K am 15.01.2009, 14:46, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15.01.2009, 14:26 
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Terpen hat geschrieben:
der K hat geschrieben:
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese Sprache zu lernen.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1910)


was soll das bedeuten, dass die deutsch sprache abgeschafft werden soll, weil sie zu kompliziert oder überflüssig ist? frechheit!


ich glaube ja, dass Du Dir noch eine Minute mehr Zeit nehmen solltest.


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BeitragVerfasst: 15.01.2009, 15:01 
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der K hat geschrieben:
Terpen hat geschrieben:
der K hat geschrieben:
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese Sprache zu lernen.
(Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1910)


was soll das bedeuten, dass die deutsch sprache abgeschafft werden soll, weil sie zu kompliziert oder überflüssig ist? frechheit!


ich glaube ja, dass Du Dir noch eine Minute mehr Zeit nehmen solltest.


wozu?

Und wenn du ihn so nennen willst, ja Jussuf hat auch Schuld, weil er sich weigert, zu Hause mit seinen Kindern deutsch zu sprechen. Es ist doch nicht die Aufgabe des Staates, das zu richten. Jeder der hier leben will, hat verdammt nochmal die Pflicht, unsere Sprache einwandfrei zu beherrschen.

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Zuletzt geändert von Terpen am 15.01.2009, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15.01.2009, 15:09 
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Zitat:
wozu?
Die Frage ist so schön, dass ich sie mit meiner Antwort verderben würde.

Der Rest wurde bereits auf den letzten Seiten beantwortet.


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 Betreff des Beitrags: Sprachlos
BeitragVerfasst: 20.01.2009, 02:19 
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Ich glaube die Sprache ist der Beginn aller Mißverständnisse...

Wenn ihr mich fragt, so wäre ich dafür, dass es ww nur eine Sprache gibt. Für mich im idealfall "deutsch" aber dann halt etwas blöd für einskommablablablamilliarden Chinesen oder Inder.

Wir können an jedem Platz der Welt präsent sein, der über einen Internetanschluß verfügt... , aber nur ein verdammt kleiner Teil wird uns wahrnehmen können.

Noch nie war es der Menschheit möglich so schnell und weit zu kommunizieren. Das Artikel und so ein Zeug dabei störend wirken, dürfte spätestens dann auffallen, wenn Menschen mit Migrationshintergrund sich unterhalten. Sie reduzieren die Sprache auf das Wesentliche.

So gelingt es in Deutschland einem albanischstämmigen Mitbürger sich einen gebürtigem Rumänen mitzuteilen, obwohl Beide keinen Hochschulabschluss absolviert haben, mit "deutsch" als Leistungsfach.

Ich glaube nicht, dass in 200 Jahren noch auf einem Keyboard ein "ä" "ö" ü" zu finden sein wird. WWII loser, alles klar?

Just relax...

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BeitragVerfasst: 20.01.2009, 18:20 
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Schaltet ihr etwa auf Durchzug, beim Onkelz hören?

Wer aufgibt, hat schon verloren. Wir müssen anfangen, uns zu wehren, Jeder nach seinen Möglichkeiten.

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 Betreff des Beitrags: Neophobie?
BeitragVerfasst: 21.01.2009, 00:19 
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Nun Terpen, Keilschrift rulez, oder was?

Meine Sprache ist für mich "Mittel zum Zweck", weder Hülle um mich herum, noch Inhalt -mit mir als Hülle.

Artikel, wie sie in der deutschen Sprache vorkommen, sind doch ziemlich willkürlich: der Bus; die Eisenbahn; das Auto;
Bei sowas denke ich mir einfach wtf?!

Das ist absoluter Mindfuck. Mein Versuch das kyrillische Alphabet zu begreifen hat mir den gleichen Eindruck übermittelt.

Mein Liebling is the Englishe Sprake, fuck off Artikel und Groß/Kleinschreibung... , ein paar unregelmässige Verben aber das ist zu verschmerzen. Umlaute... hmmm.

Was ich Dir damit sagen will, "Dein Kampf" ist nicht meiner. Mein Utopia funktioniert ohne verschiedene Sprachen und Dialekte viel besser als Deins, bäh;-)

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BeitragVerfasst: 21.01.2009, 00:28 
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Terpen hat geschrieben:
Schaltet ihr etwa auf Durchzug, beim Onkelz hören?

Wer aufgibt, hat schon verloren. Wir müssen anfangen, uns zu wehren, Jeder nach seinen Möglichkeiten.


Wehren muss man sich ja nur gegen Dinge die einen ärgern. Ich für meinen Teil benutze die Sprache mit dem ich meinem gegenüber oder mir selbst am besten begfreiflich machen kann, was ich meine. Auch ein Teil der Globalisierung=)

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"Was glauben sie was in diesem Land los wäre, wenn mehr Leute begreifen würden, was in diesem Land los ist?


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BeitragVerfasst: 21.01.2009, 06:43 
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Terpen hat geschrieben:
Schaltet ihr etwa auf Durchzug, beim Onkelz hören?

Wer aufgibt, hat schon verloren. Wir müssen anfangen, uns zu wehren, Jeder nach seinen Möglichkeiten.


Und es sinkt für Sie: Das Niveau!

Entschuldige, aber kommen wir wieder zur sprachlichen Hilflosigkeit und müssen mit BO-Pathos glänzen oder hast Du einfach selbst keine richtigen Argumente?

Und, damit meine These der Lernreize nicht im Staub verschwindet, hier nur ein kleiner, aktueller Beweis:
http://www.zeit.de/online/2009/04/kinde ... cht?page=1


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BeitragVerfasst: 23.01.2009, 19:23 
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Dennìs hat geschrieben:
Aber ich mag keine pseudo-coole "Gangsta-Sprache".

Siehst du. Das schöne an einem freien Land ist, dass du sie darum auch nicht sprechen musst, sondern sprechen kannst, wie du möchtest. Sollten wir das gleiche Recht nicht auch jedem anderen Menschen zu gestehen? Seine eigenen ästhetischen Ansprüche zum Gesetz der anderen zu machen, greift in deren Selbstbestimmung ein, nur um die eigene Moral durchzusetzen. Das ist intolerant und reaktionär.

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Zuletzt geändert von Bastian am 23.01.2009, 19:38, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 25.01.2009, 17:59 
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Nein, du brauchst nicht jedem Türken die Hand schütteln, vor allem nicht, wenn der das gar nicht möchte!^^

Ich mag die CDU ja auch nicht besonders, aber die jetzt indirekt in die (gemäßigt) rechte Ecke zu schieben (weil die ja demnach zufolge KEINEM Türken die Hand schütteln würden)mit der Linkspartei als politisches Gegenstück?

Mit ihrem Destruktivismus in ihrer Politik haben die mehr faschistische Tendenzen als sie wahr haben wollen, weil sie sich ja LINKSpartei nennen.
Aber lassen wir das.

Was ich eigentlich sagen wollte: Versuch doch einfach mal, die ganze "Gangsta-Sprache", wie sie hier genannt wurde, als eine Art modernen Naturalismus zu sehen.
Zumindest im Hip-Hop ist das heute eher Kunstform als Reflektion aus dem Leben des Künstlers, wenn du dir mal anguckst, wo die ach so harten Gangsterrapper wirklich herkommen, wirst du das schnell merken.

Arno Holz und Johannes Schlaf waren auch keine Proleten und haben trotzdem "Die Familie Selicke" zustande gebracht.

Fakt ist, dass es Milieus und Gegenden gibt, in denen diese, ich nenn sie mal Mundarten gesprochen werden, die kann man mögen oder eben nicht.
Aber sich deswegen den Kopf zu zerbrechen, von wegen die deutsche Sprache stirbt aus, find ich arg übertrieben.
Einfach weil es nicht erst seit heute Unterschiede in der Artikulation der Menschen gibt, auch innerhalb einer Sprache wie der Deutschen.
Und wenn sich die Sprache irgendwann in ihrem Bild verändert, ist das halt so.
Oder triffst du heutzutage noch Leute auf der Straße, die noch in den Höflichkeitsformeln es Mittelalters parlieren?^^

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Wenn ich sage ICH VERSTEHE heißt das nicht, dass ich EINVERSTANDEN bin, nicht mal DASS ich verstehe, nicht mal dass ich ZUHÖRE. Ich sage es nur weil ich glaube dass es die Leute glücklich macht und mehr will ich gar nicht.


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BeitragVerfasst: 30.01.2009, 11:11 
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Dennìs hat geschrieben:
Das mag aber auch daran liegen, das ich aus dem Ruhrgebiet (Duisburg) komme, und da das Aufeinandertreffen von verschiedenen Kulturen häufig etwas brisanter war/ist/sein wird, als in Stuttgart.

Du projezierst deine negativen Erfahrungen mit bestimmten Gruppen von Migranten auf ihre Sprache. Denn logischerweise führen von all den schlechten Erfahrungen, die in deinem Kopf abgespeichert sind, Synapsen immer wieder zur Sprache dieser Leute. - Wenn die nur so sprechen würden und ansonsten Oma Lehmann freundlich über die Straße helfen, wäre das vermutlich alles halb so wild für dich. ;)

Wir können das Problem von Gewaltbereitschaft in sozial schwachen Schichten diskutieren. Aber die Sprache müssen wir in Ruhe lassen.

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