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Unsere Sprache liegt im Mülleimer. Wer holt sie wieder raus?
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Seite 2 von 5

Autor:  Terpen [ 07.01.2009, 23:44 ]
Betreff des Beitrags: 

Parklife-de hat geschrieben:
Ich habe zwar nicht prinzipiell etwas gegen die Verwendung englischer Begriffe - diese sind in manchen Momenten durchaus sinnvoll und auch praktisch, da griffig und kurz (das sieht man schon beim Wort ?cool? - finde da mal ein passendes deutsches Wort...).


schön, toll, gut, ausgezeichnet...suche dir eins aus ^^

Autor:  Parklife-de [ 08.01.2009, 19:18 ]
Betreff des Beitrags: 

Hm, aber ist jemand, der "schön", "toll" etc. ist auch das, was man unter ?cool" versteht? Das ist so eine Mischung aus toll und angesagt. :-) Und wie sieht es mit "Manager" aus, mit "Internet", "Browser" etc.? In manchen Bereichen kommt man um den englischen Kram kaum herum. (Am Anfang der "technischen Revolution" wurden englische Begriffe ja auch noch ins Deutsche übertragen - Festplatte, Tastatur, Bildschirm. Irgendwann in den 80ern hat das dann aufgehört - parallel zur immer größeren Präsenz von dummbräsiger Denglisch-Werbung). Naja, eine "web'n'-walk-card" von der Telekom muss auf jeden Fall nicht sein... ;-)

Autor:  Terpen [ 08.01.2009, 19:36 ]
Betreff des Beitrags: 

Parklife-de hat geschrieben:
Hm, aber ist jemand, der "schön", "toll" etc. ist auch das, was man unter ?cool" versteht? Das ist so eine Mischung aus toll und angesagt. :-) Und wie sieht es mit "Manager" aus, mit "Internet", "Browser" etc.? In manchen Bereichen kommt man um den englischen Kram kaum herum. (Am Anfang der "technischen Revolution" wurden englische Begriffe ja auch noch ins Deutsche übertragen - Festplatte, Tastatur, Bildschirm. Irgendwann in den 80ern hat das dann aufgehört - parallel zur immer größeren Präsenz von dummbräsiger Denglisch-Werbung). Naja, eine "web'n'-walk-card" von der Telekom muss auf jeden Fall nicht sein... ;-)


cool=kühl ^^ aber wenn du es in deiner bedeutung haben willst, nehme das wort "lässig".

Manager=Leiter/Geschäftsführer
Internet=Internetz (internationales Netzwerk)
Browser=Betrachter/Stöberer von mir aus nenne es Anbieter

Autor:  der K [ 08.01.2009, 22:46 ]
Betreff des Beitrags: 

Ein Manager ist nur selten Leiter und zu 99% kein Geschäftsführer. Management hängt vom Produkt ab, bzw. vom Aufgabenbereich. Ein Geschäftsführer gibts erst ab der GmbH, den Produktmanager kanns überall geben.

Nein, wir kommen um ausländische Vokabeln einfach nicht herum. Der Joghurt, die Spaghetti, das Baguette oder La Flute, die Pointe oder die Order á la carte, et cetera ;) . Selbst unsere eigenen Vokabeln hegen enge Bindungen an die der anderen Sprachen:

credit - Kredit
fact - Fakt
bank - bank
and so fucking on....

So, you should neither have a problem with english, nor with your own language. That issue has nothing to do with a language in a garbagecontainer.

Nein, die deutsche Sprache ist sehr weit entfernt von irgendwelchen Mülltonnen anderer Einflussgebiete. Wir deutschen sind nur ein wenig faul geworden die Sprache ordentlich zu benutzen, weils eine einfachere Lösung gibt.
Doch das gibt sich wieder, denn die Qualität entscheidet über Abschied oder Ankunft und nicht eine Einteilung in Müllkippe und Leichenhemd ;)

Autor:  Terpen [ 08.01.2009, 22:59 ]
Betreff des Beitrags: 

ist ja nicht so, dass ich nicht sprachinterssiert wäre
bin im leistungskurs englisch und grundkurs französisch

es nervt mich nur, wenn meine oma und meine eltern sich mangels fremdsprachenkenntnisse nirgends mehr zurechtfinden.
das lasse ich nicht zu.

und das sich die qualitativ besseren wörter durchsetzen ist quatsch. das wird uns von der außenwelt und den medien diktiert. mittlerweile ist die halbe jugend nicht mehr in der lage unsere sprache vernüntig zu sprechen. ist ja klar, dass sie das nachmachen, was sie jeden tag im fernsehen berieselt.

Autor:  der K [ 08.01.2009, 23:03 ]
Betreff des Beitrags: 

nicht die besseren Wörter setzen sich durch, sondern die qualitativ hochwertigere Sprache. Außerdem hat deutsch Heimvorteil ;)

Autor:  Terpen [ 09.01.2009, 00:05 ]
Betreff des Beitrags: 

der K hat geschrieben:
nicht die besseren Wörter setzen sich durch, sondern die qualitativ hochwertigere Sprache. Außerdem hat deutsch Heimvorteil ;)


hahaha selten so gelacht, nicht in deutschland... -,-

Autor:  langer1977 [ 09.01.2009, 01:53 ]
Betreff des Beitrags: 

@terpen....bei all dem verständnis (ja-und auch der befürwortung deines standpunktes)
sei mal so gut und sage mir das deutsche wort dafür wenn du nicht mehr durstig bist!
hungrig-satt
durstig-???
;-)

Autor:  Der M0e [ 09.01.2009, 11:33 ]
Betreff des Beitrags: 

langer1977 hat geschrieben:
@terpen....bei all dem verständnis (ja-und auch der befürwortung deines standpunktes)
sei mal so gut und sage mir das deutsche wort dafür wenn du nicht mehr durstig bist!
hungrig-satt
durstig-???
;-)


Wie wärs mit:
durstig - voll
oder
durstig - betrunken

;-)

Autor:  der K [ 09.01.2009, 11:45 ]
Betreff des Beitrags: 

langer1977 hat geschrieben:
@terpen....bei all dem verständnis (ja-und auch der befürwortung deines standpunktes)
sei mal so gut und sage mir das deutsche wort dafür wenn du nicht mehr durstig bist!
hungrig-satt
durstig-???
;-)


Das Wort für nicht durst ist "sitt" und wurde 1999 mithilfe eines Schülerwettbewerbs geschaffen.

Autor:  Terpen [ 09.01.2009, 17:32 ]
Betreff des Beitrags: 

tja da sieht man mal wieder, dass unsere sprache für alles eine lösung findet, aber ein englisches wort gibt es dafür nicht. ich kenne zumindest keines.

Autor:  der K [ 10.01.2009, 07:33 ]
Betreff des Beitrags: 

na siehste,, dann konnte ich die deutsche Sprache ja grad nochmal retten. Aber das ist ein interessanter Gedanke. Ich denke, ich werde mich ein wenig mehr damit beschäftigen.

Aber als kleiner Tipp: Band 1-3 von Bastian Sicks "Der Dativ ist dem Genitiv sein tot" ist gebunden für nen Zehner zu haben. Ich fands das Buch zwar nicht witzig, konnte aber eine Menge für mein Sprachverständnis rausziehen.

cheers

Autor:  Parklife-de [ 13.01.2009, 13:10 ]
Betreff des Beitrags: 

der K hat geschrieben:
Aber als kleiner Tipp: Band 1-3 von Bastian Sicks "Der Dativ ist dem Genitiv sein tot" ist gebunden für nen Zehner zu haben. Ich fands das Buch zwar nicht witzig, konnte aber eine Menge für mein Sprachverständnis rausziehen.

cheers


Ja, die Sick-Bücher sind schon interessant, auch wenn er manchmal etwas arg oberlehrerhaft daher kommt und bei einigen Themen wirklich Korinthen kackt. Manche Sprachverwurstelungen sind eben normale Sprachentwicklungen (Sprache lebt ja nun mal) - nicht aber das, was Medien- und Werbefuzzis oft damit anstellen, in der Ansicht, auf Teufel komm raus, "cool" und "modern" wirken zu müssen. Gerade im Marketing und Management wird ja nicht selten ein unglaubliches Stroh gedroschen und Phrasen abgesondert, und um die Hohlheit der Inhalte zu kaschieren, werden dann eben Sales Outlet Assistance Manager oder sowas erfunden. Bei Marketingsprache kriege ich echt das Kotzen... Ich glaube auch, dass da viele gar nicht mehr merken, was sie der Sprache antun, die finden das & sich vermutlich tatsächlich total toll & lässig (?cool? :-)

Autor:  der K [ 14.01.2009, 08:34 ]
Betreff des Beitrags: 

Was aber auch daran liegen mag, dass das Marketing ein internationaler Sport ist. Da bringen 2 Berufsbezeichnungen wenig und außerdem macht dieses Gebilde einen schöneren Eindruck auf das ahnungslose Gegenüber. Allerdings sind diese Begriffe auch nicht aus der Luft gegriffen, sondern in englisch sprachigen Unternehmen ganz normal, was nur im Zuge der Globalisierung übernommen wurde. Über Sinn und Unsinn lässt sich dabei streiten.

Autor:  der K [ 14.01.2009, 14:27 ]
Betreff des Beitrags: 

Ein Kölner könnte in Dithmarschen nicht einmal ein Bier bestellen, wozu also der Zwang gegenüber Migranten? Wir deutschen verstehen uns inhaltlich nicht mal selbst und wir sprechen die "gleiche" Sprache. Welchen Grund sollte Jusuf also haben, diese Sprache gemäß der ortsüblichen Standards zu lernen; was soll er davon haben?

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