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BeitragVerfasst: 22.12.2008, 03:08 
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Dieses Thema beschäftigt mich schon seit längerem. Ich frage mich ernsthaft, wer unsere Sprache überhaupt noch achtet. Gemeint sind nicht Rechtschreibfehler, denn wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Die Rede ist von der systematischen Verdrängung unserer Muttersprache durch Englisch.

Ich will nur mal einige Beispiele anführen. So werden uns im sogenannten "Bildungsprogramm" Galileo die besten "Weinachtsgadgets" präsentiert, oder in der "Ultimativen Chartshow" gibt es wieder mal eine tolle "Performance" von...

Aber ich bin ja eher gelassen und dachte mir, lass sie doch.

Doch der Gipfel war erreicht, als ich zu meinem 18. Geburtstag einen Brief von der Bundeswehr erhielt, in dem man mir einen "Happy Birthday" wünschte. Tja, den haben sie mir vermießt.

Steht nicht im Grundgesetz, dass der Staat, sämtliche Schreiben in einwandfreiem Deutsch formulieren muss? Theoretisch könnte ich ja klagen und die Bundeswehr dazu zwingen, mir "alles Gute zum Geburtstag" zu wünschen. Aber naja, der Gedanke zählt.

Und ja auch unsere Helden machen sich mitschuldig an dieser Verwahrlosung. Schaut euch doch mal die Hauptseite von onkelz.de an und lest euch dann die Kopfzeile durch. Alle fünf Wörter sind englisch. Und auf dieser Seite sieht es nicht viel anders aus, obwohl man Bemühungen erkennen kann, das Selbstverständliche durchzusetzen.

Es gibt sicherlich noch endlos viele andere Bereiche des Lebens, welche betroffen sind, die ich jetzt aber nicht aufzählen möchte.

Doch wie wird uns denn dieser Sprachimperialismus begründet? Ganz einfach Englisch ist Weltsprache Nummer 1 und wir können uns der Globalisierung nicht enziehen.
Wer sich wehrt, ist automatisch Nationalist, oder sonst was.

Na wenigstens machen uns die Politiker vor, was politsch korrekt ist. (wie ich diesen Begriff hasse!) Zum Beispiel hielt der deutsche EU Kommissar Günter Verheugen seine Ansprache auf der Bürger-Agora im Europaparlament auf Englisch, obwohl auf dieser Veranstaltung in allen Amtssprachen der Europäischen Union gedolmetscht wurde.

So was können wir nun tun, wenn die Politik uns im Stich lässt? Ich denke, es würde zunächst erst einmal ausreichen, wenn Jeder von uns seinen Wortschatz ausmistet. Es geht dabei nicht um Gleichschaltung, denn die ist ja gerade im Gange, sondern darum zu merken, wie viele sinnlose Anglizismen wir eigentlich benutzen und darum unsere Sprache neu zu entdecken.

Einzelkämpfer haben es ja bekanntlich schwer. Was ist also zu tun? Andere anzuschweigen, oder zu korrigieren, wenn sie halb englisch und halb deutsch reden, mag zwar auf Dauer nicht gerade angenehm sein, aber welcher Kampf ist das schon?

Doch wie verschafft man sich denn nun Gehör bei Denen da oben? Ob man demonstriert, oder gleich die Regierung stürzt, bleibt Eurer Kreativität überlassen, denn eine Antwort habe ich auch nicht parat.

Grüße

_________________
DANKE FÜR ALLES!


Zuletzt geändert von Terpen am 23.12.2008, 00:17, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 22.12.2008, 10:28 
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Es fängt bei den "Ghettokindern" aus Kreuzberg an und endet in der Mediamarktwebung..... Es scheint so, als wären wir dem Untergang geweiht...

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Mein Leben
Mein Herz
Meine Seele
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böhse onkelz


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BeitragVerfasst: 22.12.2008, 13:54 
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also mich stört es nicht


PS: zur weltsprache nummer 1, das ist nicht englisch. man mag es nicht glauben, aber chinesisch ist die meistgesprochene sprache der welt ;)

_________________
KIKA sagt:
Aber was gibt es schöneres, als mit seiner Traumfrau und nem Bier in der Hand in ner Gasse zu stehen, währen 50m vor einem die Polizei per Lautsprecher durchgibt "Bitte unterlassen Sie die Gewalttätigkeiten"


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BeitragVerfasst: 28.12.2008, 20:33 
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Unsere Sprache liegt im Mülleimer. Wer holt sie wieder raus?

Marcel Reich-Ranicki: Ich ficke, du fickst, er fickt, wir alle ficken, wir müssen ficken, warum fickt er nicht mit ihr?

Das ist hohe Wortkunst, liebe Freunde des guten Geschmacks.
Die deutsche Sprache wird zu Grabe getragen und aus dem Ghettoblaster ertönen dazu Monty Python mit "Always look at the bright Side of Life".
Was kann schöner sein für die deutsche Sprache als das berühmte Ende mit Schrecken anstatt einer Stockung des unaufhaltbaren Sprachverfalls, der nicht nur durch die profitorientierten Fernsehmacher entstanden ist, die selbstverständlich stets die Quote vor den Anspruch stellen?
Was könnte schöner sein?Nichts natürlich, dumme Menschen sind nachweislich glücklicher als diejenigen wenigen verbliebenen Gehirndinosaurier, die noch unsere schöne Erde bevölkern. Die wenigsten Probleme hat doch immer noch Derjenige, der überhaupt nicht mehr merkt, wie tief er in der Scheisse sitzt.
Ich glaub, wer sich noch über Sprachverfall und derartige Sachen auregt, hat sich einfach noch nicht genügend Hirnzellen durch Alkohol konserviert oder einfach beim letzten Sonderschlussverkauf nicht genügend Glück konsumiert, um seien Intelligenz zu vergessen. Alternativ hilft es auch, jeden Morgen den Kopf auf die Tischplatte zu schlagen, während die lieben Kleinen sich die Teletubbies anschauen.

Alles nur eine Frage des Standpunkts.
ICH glaub, ich steh IM WALD.

_________________
Wenn ich sage ICH VERSTEHE heißt das nicht, dass ich EINVERSTANDEN bin, nicht mal DASS ich verstehe, nicht mal dass ich ZUHÖRE. Ich sage es nur weil ich glaube dass es die Leute glücklich macht und mehr will ich gar nicht.


Zuletzt geändert von Der M0e am 03.01.2009, 20:31, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 01.01.2009, 15:06 
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amaya hat geschrieben:
also mich stört es nicht


PS: zur weltsprache nummer 1, das ist nicht englisch. man mag es nicht glauben, aber chinesisch ist die meistgesprochene sprache der welt ;)


Ist es nicht Spanisch?

_________________
"Was glauben sie was in diesem Land los wäre, wenn mehr Leute begreifen würden, was in diesem Land los ist?


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BeitragVerfasst: 01.01.2009, 16:04 
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Philipp hat geschrieben:
amaya hat geschrieben:
also mich stört es nicht


PS: zur weltsprache nummer 1, das ist nicht englisch. man mag es nicht glauben, aber chinesisch ist die meistgesprochene sprache der welt ;)


Ist es nicht Spanisch?


ok eigentlich meinte ich geschäftssprache nummer 1., aber das ist ja das schlimme, dass es auf unser ganzes leben ausgeweitet wird. aber anscheinend stört das ja niemanden außer mir...

_________________
DANKE FÜR ALLES!


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BeitragVerfasst: 06.01.2009, 02:10 
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die hopper arbeiten schon schwer daran:

http://www.youtube.com/watch?v=Q-GHEErEAEM

aber die müssen die suppe wohl allein auslöffeln ;-) siehe kommentare.

_________________
Ephesians 5:11 Do not participate in the unfruitful deeds of darkness, but instead even expose them


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BeitragVerfasst: 07.01.2009, 12:15 
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Unsere Sprache liegt nicht im Mülleimer. Im Gegenteil. Noch nie wurde die deutsche Sprache so sehr gebraucht wie heute. Die Menschen schreiben mehr als je zuvor und sprechen öfter und mehr. Die Technologie des 21. Jahrhunderts ermöglicht dies. Zwar gibt es immer mehr Dichter als Denker, was aber im Endeffekt ein Massenphänomen ist, da die Masse sprachlich mobiler geworden ist. Dieses Forum ist nur ein Beispiel dafür. Die Telegramme von Vorgestern wurden durch E-Mails und Flatrates ersetzt. Meinetwegen. Der Einfluss der englischen Sprache schadet der unseren aber nicht, da unsere Sprache sich schon immer von anderen Sprachen bedroht sah. Erinnern wir uns dran, wie lang die deutsche Literatur vermeindlich schon in der Krise steckt, scheint sie mir doch ein recht zähes Pack zu sein. In den 80ern war der Einfluss des französischen stark spührbar, zudem das Russische im Osten der Republik.

Währe die Wende andersrum verlaufen würden wir nun über die russischen Einflüsse mäckeln, was jedoch keinen langfristigen Einfluss auf die Sprache an sich haben würde, ebenso wenig wie Englisch heute.

Auch wir deutsche haben einen gewissen Einfluss auf die sprachen anderer Kulturen. Nehmen wir nur die "Bratwurst" oder den "Kindergarden" in UK.

Hinzu kommt der stetige Wandel der Sprache im Allgemeinen. Vokale werden weggelassen und der Zeitgeist angepasst (geh statt gehe, lang statt lange, usw.--> Ich machs ja auch ;) ).

Ergo: Nein, der deutschen Sprache geht es besser denn je, mit oder ohne englischem Vokabular.
Jedoch nervt es mich schon, wenn ich mit Menschen spreche die permanent englische Vokablen nutzen, nur weils sich geiler anhört. Aber das ist Ansichtssache.

cheers K


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BeitragVerfasst: 07.01.2009, 13:12 
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muSh hat geschrieben:
die hopper arbeiten schon schwer daran:

http://www.youtube.com/watch?v=Q-GHEErEAEM

aber die müssen die suppe wohl allein auslöffeln ;-) siehe kommentare.


Jetzt komm mal schön wiede runter, aus der Ecke kam in den letzten Jahren, vor allem mit so überkorrekten Typen wie G-Hot weitaus Schlimmeres als "Geweg dein Arsch".
Sieh mal das Positive: Mit Kitty Kat arbeitet Aggro Berlin jetzt mit einer weiteren Frau zusammen, also selbst in der verborrten harten Deutschrapszene stößt die Emanzipation langsam vor.

Und wenn du mal richtig hinhörst, ist der Song auf nem Sample von Scooters 95er Hit "Move your Ass" aufgebaut. Das ist einfach ne konsequente Übersetzung ins Deutsche.
Und der Text an sich ist absolut harmlos, wenn dich Äußerungen wie "Beweg dein Arsch" schon sauer aufstoßen lassen, frag ich mich, wie du dir jemals ne Onkelz-Platte anhören konntest oder etwas aktueller das Album vom Wirtz, in das du bestimmt schonmal reingehört hast.

Deutscher Rap ist bei Weitem nicht mehr so niveaulos wie vor ein paar Jahren, schau dir nur mal an, wer seit Wochen in den oberen Chartregionen zusammen mit Karel Gott steht. Ach ja, stimmt, das war ja damals dieser schlimme, böse Rapper...mit den bösen Wörtern, der zensiert wurde, aufm Index steht mit seinen bösen Songs.

Die Zeiten haben sich etwas geändert, sieh das ein.
Die ach so asozialen Typen aus den Großstädten haben mittlerweile mehr sozialkritische Aspekte in ihren Texten als gewisse andere deustche Musiker, bei denen es seit Jahren nur ums Saufen, um's sich Prügeln und um den "scheiss Staat" geht.

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Wenn ich sage ICH VERSTEHE heißt das nicht, dass ich EINVERSTANDEN bin, nicht mal DASS ich verstehe, nicht mal dass ich ZUHÖRE. Ich sage es nur weil ich glaube dass es die Leute glücklich macht und mehr will ich gar nicht.


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 Betreff des Beitrags: Unsere Sprache liegt im Mülleimer
BeitragVerfasst: 07.01.2009, 13:13 
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Hallo!
Doch, unsere Sprache liegt im Mülleimer, nicht allein wegen der vielen Anglizismen. Schon die "Schlechtschreibreform" war ein weiterer Schritt Richtung Untergang. Außerdem die Tatsache, daß durch Komödienstars (= Comedystars ;-) das "Kanack", das in Gegenden mit hohem Anteil von Menschen "mit Migrantenhintergrund" gesprochen wird, salonfähig gemacht wurde. Den Knaller finde ich, zum Schluß aber nicht zuletzt, das Wort "geil". Erst zogen es die Kinder aus der Schmuddelecke, um die Alten zu provozieren. Die wollten aber nicht alt aussehen und haben das Wort übernommen, so daß es nunmehr einen Großteil unseres emotionalen Wortschatzes ersetzt. Worte wie schön, mies, häßlich, eklig, sensationell, phantastisch, sogar das Wort Scheiße rücken in den Hintergrund. Man erkennt nur noch am Tonfall, wie es gemeint ist. Beispiel: Mein Rechner ist abgestürzt. Na, geil. Kann bedeuten - super, ich geh' nach Hause; oder: furchtbar, ich muß Überstunden machen, um alles wieder in Gang zu bringen. Der Sprachmüll umweht uns Tag für Tag, und viele merken es tatsächlich nicht mehr. Schade. Also? Paßt Du auf konkret, hörst Du mit Ohr!

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Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich haben wollen.


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BeitragVerfasst: 07.01.2009, 17:18 
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der K hat geschrieben:
Auch wir deutsche haben einen gewissen Einfluss auf die sprachen anderer Kulturen. Nehmen wir nur die "Bratwurst" oder den "Kindergarden" in UK.


Ja gewiss gibt es den, nur das er winzig ist. +(Bratwurst ist ein Eigenname)

Ich finde, wir sind eine Nation von Leuten, die alles mit sich machen lassen. Das kann einem doch nicht egal sein, wenn man ständig genötigt wird, sich dieser Sprachpanscherei auszusetzen. So etwas darf man nicht tolerieren. Andere Länder würden sich das nicht gefallen lassen. In Frankreich zum Beispiel gibt es die STAATLICHE "Delégation général à la langue francaise", sie gehört zum Kulturministerium und kämpft gegen die Verdrängung der französischen Sprache. Ich finde, Deutschland braucht das auch.

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DANKE FÜR ALLES!


Zuletzt geändert von Terpen am 07.01.2009, 17:23, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 07.01.2009, 17:22 
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Und dann?


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BeitragVerfasst: 07.01.2009, 19:01 
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BöhseTanthe hat geschrieben:
Den Knaller finde ich, zum Schluß aber nicht zuletzt, das Wort "geil". Erst zogen es die Kinder aus der Schmuddelecke, um die Alten zu provozieren. Die wollten aber nicht alt aussehen und haben das Wort übernommen, so daß es nunmehr einen Großteil unseres emotionalen Wortschatzes ersetzt. Worte wie schön, mies, häßlich, eklig, sensationell, phantastisch, sogar das Wort Scheiße rücken in den Hintergrund.

Ich sehe darin kein Problem. Nur weil ich heute nicht mehr "dufte" oder "knorke" sage, sondern geil oder cool, geht davon nicht unsere Kultur unter. Diese ganzen Sprachbewahrer sind für mich eher ein konservativer Haufen, der mit Ängsten vor Veränderung und dem Fremden spielt. Nicht zuletzt die Masche, dass man die Schuld dann den Migranten zuschiebt, geht für mich auch schon in eine xenophobe, fremdenfeindliche Richtung.

Sprache ist im Fluss und verändert sich. Das war nie anders.


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BeitragVerfasst: 07.01.2009, 19:52 
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Zitat:
Diese ganzen Sprachbewahrer sind für mich eher ein konservativer Haufen, der mit Ängsten vor Veränderung und dem Fremden spielt. Nicht zuletzt die Masche, dass man die Schuld dann den Migranten zuschiebt, geht für mich auch schon in eine xenophobe, fremdenfeindliche Richtung.


so ein quatsch, wie viele britische, amerikanische, australische und kanadische einwanderer haben wir denn?
nicht viele

mag sein, dass sich sprachen entwickeln, früher wurden wörter übernommen, wenn kein deutsches existierte, heute aber werden einfach wörter ersetzt. die ganze entwicklung ist einseitig und ungerechtfertigt. zudem ist deutsch keine eu amtssprache, obwohl sie die weit verbreitetste muttersprache in europa ist.

heutzutage ist es schon soweit gekommen, dass sich deutsche nicht mehr untereinander verstehen, weil sie versuchen "cool" zu sein und deswegen dauernd anglizismen benutzen

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BeitragVerfasst: 07.01.2009, 23:36 
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Ich habe zwar nicht prinzipiell etwas gegen die Verwendung englischer Begriffe - diese sind in manchen Momenten durchaus sinnvoll und auch praktisch, da griffig und kurz (das sieht man schon beim Wort ?cool? - finde da mal ein passendes deutsches Wort...).
Die allmähliche Verhunzung der Sprache wird aber nicht zuletzt durch die Medien und die Marketing- und Reklamefuzzis vorangetrieben, die meinen, aus einer Trauben-Nuß-Schokolade ?Fruit&Nut? machen zu müssen und uns mit grenzdebilen Sprüchen wie ?Geiz ist geil? auf den Wecker fallen. In der Werbewelt muss jede Banalität groß & bunt aufgeblasen werden und vor lauter eingebildeter ?Trendgerechtheit? wird das Sprachgefühl mit Füßen getreten. Reklame ist ja eh eine große Pest. :-)

Siehe auch:
http://konsumpf.de/?p=1921

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Mein konsum- und konzernkritischer Blog: http://www.konsumpf.de


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