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Die Rolle der Frau in der heutigen Zeit
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Seite 5 von 8

Autor:  Der-Stefan [ 23.06.2009, 22:30 ]
Betreff des Beitrags: 

@Topic

Essen machen und Putzen

*und nun duck und wech*

Autor:  Babba [ 23.06.2009, 22:36 ]
Betreff des Beitrags: 

Brauchst dich nich ducken, bin doch eine von den Nostalgikerinnen :-D

Autor:  YearOfDragon [ 26.11.2009, 19:54 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallöchen,
das ist ja mal ein sehr interessanter Thread, weil es hier um ein Thema geht über das ich mir schon lange Zeit Gedanken mache und das in unserer Gesellschaft (wie so viele andere Themen auch) ziemlich vernachlässigt wird.

Ich habe zwar bisher keine Kinder, aber mit meinen 21 Jahren weiß ich wenigstens seit einiger Zeit, dass ich in jedem Fall Kinder haben möchte. Viel mehr war für mich allerdings nicht sicher, deshalb bin ich bisher zwischen verschiedenen Einstellungen getaumelt, ich hatte eine Eva Hermann-Phase in der ich der Meinung war, dass die Frau doch eigentlich mit Suppenkelle und Staublappen geboren wird, aber auch eine Alice Schwarzer-Phase in der ich gerade zu von dem Gedanken besessen war jedes Talent und jedes Bedürfnis in mir selbst verwirklichen zu müssen - nicht zu können, sondern zu müssen, da ich als Frau ja schließlich eine Verpflichtung (gegenüber meinen Geschlechtsgenossinen der letzten 2000 Jahre) habe nun all das zu tun was sie nicht tun konnten - und da bliebe ja für Kinder nicht mehr viel Platz.

Derzeit weiß ich gar nichts mehr richtig. Am besten wäre es sicherlich, wenn jede Frau und auch jeder Mann (denn die sind ja schließlich auch Väter, wenn ich mich nicht irre), so frei wie möglich entscheiden kann, was das richtige für sie/ihn und natürlich das Kind ist. Und das ist in diesem Staat definitiv nicht möglich. Derzeit ist es mal wieder modern Frauen arbeiten zu schicken (ist ja auch logisch, weil auch so viel Arbeit da ist ;-) ). Mütter die sich entschtschließen ihre Kinder selbst aufzuziehen (und völlig unabhängig davon, dass wir das Jahr 2009 schreiben, halte ich das auch für recht normal) sind in diesem Land absolut benachteiligt und werden diskriminiert.
Sie sind benachteiligt, weil die einzigste Möglichkeit, wie sie zu Hause bei ihren Kindern sein können, die ist, dass sie einen Mann haben, der so viel verdient, dass er die ganze Familie durchbekommt, was heutzutage immer schwieriger wird. Was ist mit den Familien wo das Einkommen nichr reicht? Und was ist mit den Alleinerziehenden Müttern?
Denn so traurig es auch ist; es ist heutzutage völlig normal, dass nur ein Elternteil noch da ist. Aber bin ich als Alleinerziehende Mutter denn weniger wert als eine Mutter, die einen Mann hat? Anscheinend ja, denn Alleinerziehende haben in Deutschland das größte Armutsrisiko. Unter den Alleinerziehenden, die von Hartz4 leben, werden natürlich einige sein, die gerne einen Job haben würden. Aber sicherlich auch eine Menge, die bewusst zu Hause bleiben möchten um einer Arbeit nachzugehen, von der die Gesellschaft und der Staat profitiert; denn keine Tagesmutter oder Betreuerin kann eine Mutter ersetzen. Trotzdem leben diese Frauen, von geanu dem selben Geld, das auch irgendwelche faulen Typen bekommen, die sich einfach weigern zu arbeiten! Was ist das für ein Land, in dem ich als Mutter nicht das recht habe (denn so ist es zum Schluss) mich dafür zu entscheiden, bei meinem Kind zu bleiben, wenn es mich braucht.
Ich finde es einfach demütigend und es regt mich immer schrecklich auf, wenn ich sehe wie dreist mit diesem Thema umgegangen wird. Das die Arbeit, die eine Mutter leistet in keinster Weise anerkannt, geschweige denn gewürdigt wird. Es ist eine Arbeit, die unersetzlich und überhaupt nicht bezahlbal ist und alles was diese Frauen zu hören bekommen, ist dass sie eigentlich faul sind, sich wahrscheinlich den ganzen Tag die Nägel lackieren und ihre Kinder zu Hause verdummen - was in den meisten Fällen einfach nicht stimmt.

Trotzdem möchte ich natürlich auch nicht vergessen zu sagen, dass Frauen eben so gut (wenn nicht sogar besser) als Männer arbeiten können. Und ich galube, dass es früher, als Frauen keine Wahl gelassen wurde, sicherlich furchtbar für einige Frauen gewesen ist.
Ich glaube auch für mich (obwohl ich ja einen Kinderwunsch abe und mir vorstellen könnte einige Jhare zu Hause zu sein) wäre das nicht auszuhalten gewesen, denn was mich angeht; ich will immer alles tun KÖNNEN, ob ich es dann letztendlich auch tue ist eine andere Sache.
Zum anderen denke ich, dass es falsch ist zu pauschalisieren. Menschen sind nicht gleich, nur weil sie einem Geschlecht angehören. Und viele Frauen brauchen zu ihrer Zufriedenheit eine Arbeit und trotzdem wollen sie es sich nicht nehmen lassen auch Kinder zu haben. Warum auch? Na ja, und für solche Fälle sind dann eben Krippen und Kitas da - obwohl ich persönlich kein so großer Fan solcher Einrichtungen bin...

Abschließend sei gesagt, dass ich mich selbst als Feministin bezeichne, aber das ich meine eigenen Vorstellung von Emanzipation habe. Weibliche Emanzipation bedeutet eben nicht nur arbeiten zu können und alles was als traditionell gilt abzulegen sondern auch das Recht zu haben, das Gegenteil zu tun. Dabei kommt es letztendlich darauf an, ob ich bewusst und aus freuen Stücken so lebe oder ob ich mich dazu gezwungen fühle/gezwungen werde.

Eine Frau, die für ihre Familie zu Hause bleibt und den halben Tag in der Küche verbringt kann eine armes, unterdrücktes Frauchen sein, die nur darauf wartet ihrem Gefängnis zu entkommen. Sie kann aber auch eine selbstbewusste, emanzipierte Frau sein die nach Ihren Vorstellungen und Idealen lebt.

Um noch enen Schritt weiter zu gehen kann man die Sache auch um drehen. Denn auch bei einer arbeitenden Frau muss es sich eben nicht um eine zufriedene, selbstständige Frau handeln. Viele Frauen werden (aus finanziellen Gründen) dazu gezwungen und oft begegnen mir auch Frauen, die mir völlig verwirrt und zerfressen von diesem Pseudo-Feminismus vorkommen. Das sind dann so Frauen, die nach außen hin äußerst selbstbewusst wirken und meinen sie wären emanzipiert nur weil sie jetzt alles das tun, was Männer sich herausnehmen. Dabei geht es dann nicht nur ums Arbeiten; sie saufen und rauchen und fröhnen ihrer sexuellen Freiheit(was ich nicht schlimm finde, wenn eine Frau wirklich ihren Spaß daran hat) und wenn man sie dann fragt, weshalb sie das denn tun kommen so groteske Antworten wie: "Weils die Kerle auch machen"...
Hallelujah, da hat wohl jemand etwas falsch verstanden...ich weiß, dass ich jetzt etwas vom eigentlichen Thema abgeschweift bin; ich wollte damit aber deutlich machen, dass viele Frauen anscheinend gar nicht verstehen, was Emanzipation wirklich bedeutet. Natürlich ist die geschlechtliche Gleichberechtigung eine absolute Vorraussetzung, aber über diese hinaus, bedeutet Emanzipation, dass eine Frau sich selbst kennen sollte, ihre Fähigkeiten und ihre Bedürfnisse herausfinden und zwischen diesen abwägen muss.

Wahre Emanzipation beginnt eben nicht mit einem Platz im Chefsessel; sondern im Kopf.

Liebe Grüße

Maria

Autor:  xxx [ 26.11.2009, 20:57 ]
Betreff des Beitrags:  Wehrpflicht für Frauen

Ich denke es hat Gründe das dieses Thema an Aktualität seine Einbußen verzeichnen durfte.

Im Großen und Ganzen ist die "selbstbewusste" Frau von heute der gezüchtete Priester der Kosmetikindustrie und deren Marketing. Auch diverse Modelabels dürfen diese zweifelhaften Heldentaten hoffentlich in mittelalterlicher Vorstellung des Jüngsten Gerichts, dramatikgerecht in all seiner Vollkommenheit, verantworten.

Ich meine kein Mensch, der halbwegs eine gesunde und gefestigte Beziehung zu sich selbst hat, ist darauf angewiesen einen Menschen in sein Leben zu integrieren, welchen er nach Lust und Laune in eine idealvorstellungsbasierende Form stopfen kann. Und anders wiederum kann ich mir kaum vorstellen, obgleich ich das Gegenteil nicht anzweifle, dass ein Mensch mit gesunder Selbstachtung einer solchen Beziehung unterstellt, sie wäre für die Glückseligkeit der beste Garant.

Emanzipation gelingt eben nicht, in dem Frauen anfangen uns Männer zu verweiblichen, oder gar selbst das Y-Chromosom zu emulieren versuchen, sondern einzig und allein durch Respekt voreinander, unabhängig von geschlechtlichen oder sonstigen Merkmalen.

Da ich mich allgemein gegen Gewalt ausspreche, hoffe ich dieser Absatz wird nicht fehlinterpretiert:

Sprüche wie "Frauen schlägt man nicht", sind ebenfalls verantwortlich für diese bizarre Geschlechtertrennung. Entweder sind die Gründe gegeben jemanden wegzuboxen oder nicht, da spielt das Geschlecht bei einem Menschen der keinerlei sexistische Züge aufweist einfach keine Rolle.

Oder weshalb gibt es keine Wehrpflicht für Frauen?

Wenn Frauen mit Transparenten aufmarschieren auf denen diese gefordert wird, dann glaube ich daran, dass Emanzipation tatsächlich GleichbeRECHTigung meint, und nicht das angeborene Vorzugsrecht auf das größere Stück vom Kuchen.

Wir haben noch viel zu tun ... .

Autor:  YearOfDragon [ 26.11.2009, 21:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wehrpflicht für Frauen

xxx hat geschrieben:
Oder weshalb gibt es keine Wehrpflicht für Frauen?

Wenn Frauen mit Transparenten aufmarschieren auf denen diese gefordert wird, dann glaube ich daran, dass Emanzipation tatsächlich GleichbeRECHTigung meint, und nicht das angeborene Vorzugsrecht auf das größere Stück vom Kuchen.

Wir haben noch viel zu tun ... .


Also das sind jetzt natürlich Aspekte, die wirklich nicht mehr viel mit dem eigentlichem Thema zu tun haben...aber gut.
Ich denke, dass die Natur von Frauen und Männern eben nicht in Vergessenheit geraten sollte; in diese Richtung geht es auch schon viel zu lang.
Abgesehen davon, dass ich schon mal generell gegen die Wehrpflicht bin, halte ich eine solche für Frauen für recht absurd und abnorm. Frauen die so etwas möchten (und von denen gibt es ja genug) sollen selbstverständlich die Möglichkeit dazu haben. Aber man darf eben nicht vergessen, dass Frauen (in der Regel) andere Fähigkeiten haben als Männer. Genau das ist ja auch schon in unserer aktuellen Lage das Problem. Frauen sind sich immer weniger ihren - ich möchte mal sagen "angeborenen" - Befähigungen wie Einfühlungsvermögen und Fürsorglichkeit bewusst sind, nicht zuletzt weil unsere Gesellschaft generell nur noch an typisch männlichen Eigenschaften wie Leistungsfähigkeit orientiert ist.
Also ich will jetzt nicht sexistisch klingen, aber ich bin halt der Meinung,dass es im Wesen von Frauen und Männern gewisse Unterschiede gibt. Damit will ich nicht sagen, dass Männer nicht in der Lage sind einfühlsam zu sein und auch nicht, dass Frauen nicht hohe Leistung erbringen können. Aber es gibt eben bestimmte Anlagen und anstatt sich immer weiter aneinander anzugleichen sollte die Gesellschaft eher versuchen von den Unterschieden zu profitieren.

Maria

Autor:  xxx [ 26.11.2009, 22:09 ]
Betreff des Beitrags:  @ Master of quintessenz

Das ist exakt der Punkt an dem ich bemerke das die eigentliche Thematik nicht tief genug betrachtet wird, solange die Möglichkeit besteht sich über etwas "aufzuregen" oder sich dadurch zu definieren.

Es gibt hier in Deutschland(nur für denn Fall das Du nicht aus diesem Land stammst), die Möglichkeit anstelle des Wehrdienstes den sogenannten Ersatzdienst anzutreten. Im Großen und ganzen eigentlich solche Tätigkeiten die im Pflegenden und heilenden Bereichen angesiedelt sind.

Und ja, ich gestehe eben diese Eigenschaften welche dafür von Nöten sind, eher bei dem "schwachen Geschlecht" zu suchen.

Und schon lassen wir komplett außer Acht, dass sich jeder ungerecht behandelt fühlt, der nicht die gleichen Rechte hat, doch wenn es darum geht, die Pflicht zu teilen in faire Anteile, da werden gerade die leise, welche bis dahin gut weggekommen sind.

Autor:  Strandperle [ 27.11.2009, 00:18 ]
Betreff des Beitrags: 

@xxx: wenn ich als Frau Wehrdienst oder Ersatzdienst machen soll, dann will ich, dass du auch 1mal im Monate deine Tage bekommst! ;-)...

@YearofDragon:
du schreibst, dass frauen das recht haben sollten, zuhause bei den kindern bleiben zu dürfen und nicht zu arbeiten, wenn sie das für richtig halten. meiner ansicht nach geht das nicht, wenn eben die entsprechenden einkommensverhältnisse nicht da sind, denn man hat sich selbst und den kindern ggü. ja auch eine finanzielle verantwortung und darf sich (in meinen augen) nicht auf staatliche hilfen verlassen... ich finde in erster linie sollte jeder, ob mann oder frau, für sein eigenes leben verantwortung übernehmen und eben auch unabhängig sein, soweit dies möglich ist.und dazu gehört für mich, dass man auch den lebensunterhalt selbst sicherstellt, soweit das möglich ist (also hier: soweit betreuungsplätze für die kinder vorhanden sind bei alleinerziehenden müttern).
klar brauchen kinder auch die mamas, aber genauso brauchen sie andere kinder und eine gute "fremdbetreuung" ist sicherlich bereichernd. ich für meinen teil kann nur sagen, dass ich sehr froh bin, dass ich neben dem mamasein auch arbeiten gehe. kinder sind toll, ich liebe sie, aber NUR haushalt und kinder würde mich echt langweilen.
es ist bestimmt stressig und anstrengend, gerade für alleinerziehende, aber ich sehe es als pflicht jedes einzelnen auch für sich und die kinder selbst aufzukommen!

Autor:  xxx [ 27.11.2009, 01:05 ]
Betreff des Beitrags:  fair play

@Strandperle
Können wir uns darauf einigen, dass auch Männer, nicht nur im Eigeninteresse, froh wären wenn eure Zyklen, ähnlich unseren (Fußball WM/EM alle 4 Jahre) gestaltet wären;-)

Ich denke die Vorstellung wie es ist Kindern zu haben und wie sich der Alltag dann gestaltet, sollte es tatsächlich so weit sein, weist in den allermeisten Fällen ernüchternde Fehleinschätzungen auf.

24/7 für das Kind oder die Kinder da zu sein ist zwar als Elternteil selbstverständlich, doch nicht in Form von autonomiedämpfenden Maßnahmen.

Wie Du geschrieben hast ist gerade der Kontakt zu Gleichaltrigen, in betreuter Umgebung, einfach etwas notwendiger, wie das Isolierende.

(Happy Birthday Lucy! Meine Tochter wird heute 3 Jahre und kommt ab nächste Woche in den Kindergarten...)

Autor:  YearOfDragon [ 27.11.2009, 20:45 ]
Betreff des Beitrags: 

@Strandperle
Ich denke, dass man das ganze doch etwas differenzierter bzw. aus einem größeren Blickwinkel betrachten muss.
Du schreibst, dass jeder Mann und jede Frau unabhängig davon ob sie Kinder haben oder nicht für sich selbst verantwortlich sein sollten.
Diesen Betrachtunsgweise hast du, weil wir die Arbeit, die Mütter leisten heutztage gar nicht mher als Arbeit anerkennen. Warum eigentlich nicht? Warum wird ein/e Erzieher/in für ihre Tätigkeit bezahlt und eine Mutter nicht?

Wir sollten anerkennen, das Mütter generell - und gerade die, die sich entscheiden auf ihre berufliche Tätigkeit zugunsten ihrer Kinder zu verzichten - ebenso eine Arbeit leisten und dass es keinesfalls normal ist, dass diese unbezahlt bleibt.
Früher hat sich diese Frage nicht unbedingt gestellt, denn da gab es ja noch das klassische Familienkonzept inkl. eines Mannes der genug für alle verdient hat. Diese Zeiten sind aber vorbei (was in vielerlei Hinsicht ja auch gut ist) und deshalb müssen wir uns an diese Veränderungen möglichst vernünftig anpassen und das eben nicht so, dass Mütter und auch Kinder die leittragenden sind.

Ansonsten verstehe ich dich persönlich natürlich, wenn du sagst, dass du nicht einzig und allein für die Kinder und den Haushalt das sein willst. Ich hatte ja auch schon geschrieben, dass das jede Frau für sich selbst wissen muss und da auch niemand reinzureden hat.

Maria

Autor:  anina333 [ 28.11.2009, 00:38 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich finde beide Geschlechter sind heutzutage Anforderungen ausgesetzt, die über die Jahrtausende entstandenen genetische Verhaltensweise längst überholt haben. Ich glaub nicht, dass sich die Anforderungen zurückschrauben lassen, sondern dass wir nen Weg finden müssen diese zu meistern, ohne eine zutiefst widernatürliche Lebensweise zu führen ( die ja vorherrscht) Wir müssen uns schleunigst entwickeln, andernfalls wird die Spezies Mensch denk ich einfach aussortiert.
Der Mensch hat mittlerweile viele Aufgaben parallel zu meistern. Das muss nicht notwendigerweise mit Überforderung einhergehen..ist merkwürdig, dass die vielbeschäftigsten Menschen immer Zeit finden, oder?
Ich glaub die wenigsten Frauen können sich nur der Kindererziehung hingeben. Es ist auch zu bedenken, dass das Leben einer Mutter heute unendlich viel leichter gemacht wird, als in früheren Zeiten. Die Frau von damals, hat ja quasi alles häusliche gemanaged (es wurde ja alles selbst angefertigt)Kinder wurden eher nebenbei erzogen und haben selbst kräftig mitangepackt.
Persönlich finde ich sogar, dass Kinder bitte nicht erzogen werden sollen. DIe ganze Scheisse die uns verbaut hat auch noch der nächsten Generation aufzuoktroieren ist ziemlich dämlich und verhindert bloß den natürlichen Selbstentfaltungsprozess. Ich bin überzeugt, Kinder wissen viel instinktiver, was sie brauchen. Die Erwachsenen können als Ratgeber fungieren, das beste Vorbild abliefern von dem die Kiddies lernen können und der Fels in der Brandung sein.
Berufstätige Mütter können sich z.B mit anderen zusammentun und jede hütet 1x/Woche die Bande. Je mehr Abwechslung das Kind erfährt umso besser. Oder Sie macht sich selbstständig, macht mit ihrem Hobby nebenbei etwas Kohle oder so...
Ich würd mich jedenfalls nicht auf den Staat verlassen...
Zum Thema Emanzipation:
Ich finde es gut, wenn Frau männliche Seiten in sich entdeckt und lernt diese anzunehmen, genauso wie umgekehrt. Ist doch für beide von Vorteil:-) und bietet mehr Vielseitigkeit und Flexibilität unabhängig von der Ausdrucksform.

Autor:  Strandperle [ 28.11.2009, 00:53 ]
Betreff des Beitrags: 

@xxx: Also wenn du das irgendwie mit den "4-Jahres-Zyklen" im beiderseitigen Interesse hinkriegen würdest, wäre ich durchaus bereit etwas zivildienst zu leisten;-)

@Maria: Natürlich hat jeder zu einem solchen Thema eine eigene Meinung. Du fragst, warum bekommen Erzieherinnen Geld und Mütter nicht? - Für mich ganz klar: Die Erzieherin macht einen Job, sie betreut "fremde" Kinder, als Mutter oder vater hast du die entscheidung getroffen (vielleicht mal mehr und mal weniger bewusst;-)) ein kind zu bekommen. dass die "aufzucht" und erziehung von kindern mit einem großen aufwand verbunden ist, ist einem in der regel auch vorher klar, meines erachtens ist das aber reines privatvergnügen. von wem soll ich einen lohn erwarten, wenn ich eine ganz selbstverständliche aufgabe, nämlich meine eigenen kinder zu versorgen, ausübe?
ich finde durchaus, dass bei sehr kleinen kindern (babys und kleinkindern) die eltern, vor allem die mutter, eine ganz elementare rolle spielt. ich hätte auch ungern meine jungs mit nur ein paar monaten irgendwohin gegeben außerhalb der familie. aber wenn kinder ein alter von ca. 3 jahren erreicht haben (in der regel kommen sie ja dann hier in den kindergarten) reicht eine betreuung durch die mutter für mich nicht aus. die sozialen kontakte, gerade zu gleichaltrigen, die kinder in kitas machen, kann man als erwachsener nicht ersetzen.

ich finde es einmal fürs sozialverhalten des kindes und auch für die selbstständigkeit ganz wichtig, dass es auch für das kind dann "raus in die welt" und weg von "muttis beschütztem heim" geht.

ich finde generell, dass es hier in deutschland oft sehr unnatürlich zugeht mit den kindern. ein wahnsinns-aufwand wird betrieben, gestresste eltern, gestresste kinder, dem ganzen wir viel schönes genommen.
in südlichen ländern läuft das alles irgendwie noch selbstverständlicher ab. da laufen die kinder "mit" und ich glaube das ist eine sehr entspannte angelegenheit für alle. mit dem "mitlaufen" meine ich nicht, dass man als eltern ignorant sein sollte oder sich nicht kümmern, sondern dass dem kind einfach nicht immer die absolute mittelpunktsrolle zugedacht wird, wie ich es hier häufig erlebe. es ist halt ein teil der familie, nicht mehr und nicht weniger und ich glaube, eine solche einstellung ist sehr "entkrampfend".

wir hatten das glück 1,5 jahre in italien zu leben als unser leo noch ganz klein war. das war eine wunderschöne zeit. bei schönem wetter haben wir mit unseren nachbarn bis 12/1 uhr nachts im garten gesessen, die kinder haben gespielt und wenn sie müde wurden, legten sie sich irgendwo schlafen oder pennten im kinderwagen. eltern glücklich, kinder glücklich, wunderbar. in d waren wir auf einem stadtfest und sind auch recht lange geblieben, stephan (unser kleiner sohn) war so 9,10 Monate alt und schlummerte dann irgendwann im kinderwagen ein. da mussten wir uns böse blicke und dumme kommentare anhören "gehört das kind denn nicht ins bett? muss man so lange mit so einem kleinen kind auf irgendwelche feste gehen?" - nee, am besten verschwindet man überall mit kindern um 19h, damit sie bloß in ihrem bett liegen können und mutti und papi gucken sich ne runde rosamunde pilcher im tv an:-((.
für mich ist sowas total isolierend und abschreckend, wenn sowas schon als elterliches vergehen angesehen wird, wobei es dem kind ja total schnuppe ist, ob es im kiwa schläft oder im bett...

sorry, jetzt bin ich abgeschweift, aber vielleicht versteht jemand, was ich damit sagen will.

Autor:  anina333 [ 30.11.2009, 14:37 ]
Betreff des Beitrags: 

@strandperle: Seh ich genauso!
Hab beobachtet, dass kiddies, die besonders umsorgt und gehegt werden, auch besonders pinzig reagieren...da muss man auf Zehnspitzen laufen, damit sie ja nicht beim Schlafen gestört werden, wärend die Tochter von nem Kumpel auch schläft, wenn direkt neben ihr die Trommel bearbeitet wird

Autor:  chaoszora [ 02.12.2009, 00:53 ]
Betreff des Beitrags: 

anina333 hat geschrieben:
Persönlich finde ich sogar, dass Kinder bitte nicht erzogen werden sollen. DIe ganze Scheisse die uns verbaut hat auch noch der nächsten Generation aufzuoktroieren ist ziemlich dämlich und verhindert bloß den natürlichen Selbstentfaltungsprozess. Ich bin überzeugt, Kinder wissen viel instinktiver, was sie brauchen. Die Erwachsenen können als Ratgeber fungieren, das beste Vorbild abliefern von dem die Kiddies lernen können und der Fels in der Brandung sein.


also, vielleicht missverstehe ich Dich, deswegen frag ich lieber nochmal nach: was genau verstehst Du unter "Ratgeber"? Hast Du Kinder? Welche Scheiße meinst Du genau, die uns "verbaut" hat, und was heißt überhaupt verbaut?

Autor:  anina333 [ 02.12.2009, 23:07 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich hab keine Kinder, war aber Kind und hab Augen im Kopp.
Beim Beobachten unterschiedlicher Familien ist mir aufgefallen, dass die in den Familien innewohnenden Strukturen meistens weitergegeben werden. Viele sagen sich zwar: So wie...werde ich nie und sind in Wirklichkeit noch viel schlimmer und das komische dabei ist, sie merkens noch net mal. (Das mein ich u.a mit verbaut) Sie merkens net, weil sie entweder blind sind oder sich die essentielle Information der Struktur, in einer anderen Ausdrucksform zeigt (der Eine trinkt, der Andere dominiert, der nächste ist besonders hilfsbereit-Ursache könnte z.B eine Sucht nach Anerkennung sein usw)
Anderes Bsp.: Partner kommen und gehen, die Probleme bleiben diesselben, Mr Right is eben noch net aufgetaucht!
Verbaut werden wir u.a durch Reglementens, die sich wer ausgedacht hat und die vorgeben was Richtig und was Falsch zu sein hat etc die uns erziehend eingeimpft werden. Erfüllen wir nicht geforderte oder erwünschte Erwartungen, erfahren wir durch unterschiedliche Maßnahmen, dass wir so nicht sein dürfen und lernen so Angst kennen. Das nächste Mal entsprechen wir eher den Anforderungen, als einfach zu sein.
Die Erzeuger glauben sie hätten "ihr" Kind vor Gefahr geschützt, doch sie haben den Angstkeim ins Kind gepflanzt. (Über die Angst und seine Auswirkungen ham wir ja schon viele Liedchen gehört)
Und mit Scheisse mein ich auch, dass Eltern immer meinen, es besser zu wissen. Sie zwingen sich auf und engen ein. Das ihr Erlerntes u.U Unsinnig und nicht übertragbar ist, wird nicht beachtet
(Bitte nicht im Umkehrschluss denken, ich fände jegliche Art von Struktur destrutiv)
"Ratgeber" ist jmd an den ich mich aus freien Stücken wende, wenn ich unsicher bin. Jmd dem ich vertraue, dessen Meinung ich schätze, weil ich erfahren hab, dass was er vermittelt mir guttut. Dieser Ratgeber greift aber nicht in mein Geschehen ein. Er toleriert, wenn ich mich gegen seine Rat entscheide und verweigert mir deshalb nicht das nächste mal beleidigt sein Wissen, sondern steht mir weiter jederzeit zur Verfügung.
Ich finde der Mensch soll gleich lernen für sein Handeln verantwortlich zu sein, Konsequenzen selbst erfahren und tragen. So kommt er erst gar nicht auf die Idee die Schuld anderen zuzuschieben und Verantwortlichkeit für sein Leben zu deligieren. Gleichzeitig wächst so ein seiner Selbst bewusstes Wesen herran.
Das bedeutet allerdings auch, dass fürsorgliche Erwachsene auf kreative Weise Wirkung auf ihr Kind erziehlen, was höheren Energieeinsatz und Flexibilität erfordert, als Regeln aufzustellen. Z.B überzeugen wie viel cooler es ist mit Müll zu spielen, statt auf das allzeit frei zur Verfügung stehenden TV zuzugreifen.
Keine Frage: eigenständige Wesen zu begleiten ist ohne Zweifel ne Herausforderung, Kinder haben kann jeder.

Autor:  chaoszora [ 03.12.2009, 18:21 ]
Betreff des Beitrags: 

Darf ich jetzt noch fragen wie alt Du bist?

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