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mensch vs. tier
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Seite 6 von 34

Autor:  Lemmi [ 08.10.2007, 11:13 ]
Betreff des Beitrags: 

@ania

danke :-)

@alle

soweit ich das beurteilen kann, legt ein direkter schuss ins stammhirn alle empfindungen lahm, ausserdem verliert man/tier die kontrolle über organe und gliedmassen. es bedeutet aber nicht, dass man/tier direkt tot ist. bei menschlichen tieren treten hier sogenannte nahtod-erfahrungen ein, bei nicht-menschlichen tieren ... woher soll man es wissen!? ausserdem kann es noch zu krämpfen und zuckungen der muskelatur kommen.

... ABER .... in wie weit macht das einen unterschied? vielleicht waren die delfine ja auch schon lange "empfindungslos", als sie ausbluteten, vor sich her zuckten und sich nochmals aufbäumten. wie auch immer, TOT ist TOT. und es gibt jawohl keine "menschliche" art des tötens, oder?

Autor:  der K [ 08.10.2007, 11:44 ]
Betreff des Beitrags: 

ein Tier auf menschliche Art töten... Ich frage da mal jemanden der sich damit auskennt ;)

Autor:  muSh [ 08.10.2007, 13:10 ]
Betreff des Beitrags: 

menschliche tiere? du meintest säugetiere?

Autor:  Lemmi [ 08.10.2007, 13:32 ]
Betreff des Beitrags: 

nein!

aber ...

menschliche tiere sind immer säugetiere, ja!

aber nicht jedes säugetier ist ein menschliches tier!

nicht-menschliche tiere sind oftmals auch säugetiere!

aber halt nicht immer ....

;-)

Autor:  ania [ 08.10.2007, 13:45 ]
Betreff des Beitrags: 

Lemmi,es gibt situationen,da liegt ein halbtotes,oder zerfetztes tier vor dir....es stirbt so langsam + qualvoll vor sich hin + kein tierarzt ist zu erreichen,oder die nächste tierklinik ist 70 euro taxigeld entfernt (+ man hat grad keine kohle auf tasch).
meine tochter,ihr freund + ich entdecken + finden immer wieder mal verletzte,oder verlassene tiere (komischerweise immer WIR,warum nicht die anderen?).
wir ham uns schon um hunde,katzen,igel,eichhörnchen,vögelchen,ne ringelnatter + sonstwas gekümmert.
das letzte tier war ne farbratte,mit einem großen tumor am bauch + verdrehtem kopf,die uns zugelaufen ist.
wir ham das superzahme,schnucklige tierchen zum arzt gebracht + ihr den tumor,der nur oberflächig im bindegewebe lag, wegschneiden lassen.
die schiefe kopfhaltung hat sie wohl,so vermuten wir,weil man ihr aufgrund des tumores das genick brechen wollte.
inzwischen ist sie kerngesund + unser spezieller kleiner liebling geworden.
"schräuble" heisst sie jetzt,anfangs "behindi","los tumoros",dann,nach der op, "lost tumoros",aber die namen waren nicht so nett."schräuble" ist dialekt + heisst schraube (hier unten spricht man doch so komisch :o).). man muss besonders auf sie aufpassen,weil sie sich,wegen ihrer kopfhaltung oft schraubend vorwärts bewegt.

....achso worauf ich hinaus wollte war,dass es situationen gibt,da muss getötet werden.
ich selbst schaffe soetwas nicht,+ ich habe mich schon verflucht dafür,weil das tier im langsamen sterben lag,aber ich kenne jemanden, der rechtmäßig, ne waffe besitzt (mein nachbar ist bulle)......
...wenn in so einem fall mit nem kopfschuss getötet wird,dann finde ich es menschlich.
naja,ich hoffe,ich komme nicht noch mal in sone lage.
habe jetzt einen tierarzt,den ich jederzeit anrufen kann + der auch ohne vorkasse behandelt + einschläfert,oft sogar umsonst (bei wilden tieren sowieso),aber auch der ist mal im urlaub.

menschliche tiere sind menschen,die ja auch nur tiere sind :o).

Autor:  Christoph [ 08.10.2007, 15:07 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich persönlich finde den Tot oftmals deutlich menschlicher als das Leben.

Meine Oma z.B. ist bevor sie gestorben ist das letzte halbe Jahr genau zu dem geworden, was sie nie werden wollte: Dement. Sie hat 'n dicken Eierstockkrebs gehabt der auch nicht mehr operabel war, naja, jedenfalls ist sie in der Zeit sehr dement geworden, hat mich für meinen Vater gehalten, der keine Ähnlichkeit mit mir hat, hat längst verstorbene Verwandte in ihrem Zimmer gesehen und so weiter...

Früher hat sie, wenn sie bei Dementen war immer nur gesagt "Kannst' ja nicht mehr hingehen, die ist doch bekloppt!"..

Die Ärzte hatten ihr noch 2 Monate gegeben, sie hat insgesamt noch 5 Monate gelebt. Die letzten 4 Wochen konnte sie nicht mehr reden, sie hatte wohl 'nen Schlaganfall oder so gehabt. Der Arzt sagte als er nächste Mal da war nur noch "Die hat ihren eigenen Tod überlebt".

Ich muss gestehen, dass ich es ihr von Herzen gegönnt hätte, dass sie schnell abgetreten wäre.

Autor:  ania [ 08.10.2007, 15:16 ]
Betreff des Beitrags: 

ich hoffe doch sehr,ich finde den richtigen zeitpunkt,an dem ich mich noch selbst umlegen kann.
will nicht doof werden + auch nicht zuviel + zulang leiden müssen beim sterben.

Autor:  DO_05 [ 08.10.2007, 15:38 ]
Betreff des Beitrags: 

Mensch vs. Tier?

da gibt es nur einen Satz der mir einfällt und der wurde mal von einem berühmten Menschen gesprochen.

"Es ist das Wunder der Evolution das wir Menschen auf der einen Seite des Tresen in einer Fleischerei stehen!"

Vegetarier kann ich verstehen, das sie kein Fleisch essen wollen weil es sie anwidert oder so. Aber Veganer kann ich gar nicht verstehen? Was fressen die denn? Moos? Was ich genau so wenig abkann sind diese, ich nenne sie mal, Vegeterroristen. Die kommen in nen Restaurant und wollen mir in die Thunfischpizza reinreden.

Ich bin ganz deutlich dafür das Tierarten die vorm Aussterben bedroht sind, speziell geschützt werden. Ich bin auch dafür das ein weltweites Walfangverbot in Kraft tritt. Das sollte das wichtigste

Wir sind die einzigen "Tiere" die die anderen "Tiere" helfen oder schützen können!

Autor:  ania [ 08.10.2007, 15:50 ]
Betreff des Beitrags: 

uiuiui.... so ein beitrag passt aber garnicht in diesen nett geführten tread !

Autor:  DO_05 [ 08.10.2007, 16:04 ]
Betreff des Beitrags: 

ania hat geschrieben:
uiuiui.... so ein beitrag passt aber garnicht in diesen nett geführten tread !


und wieso nicht??

Autor:  ania [ 08.10.2007, 16:11 ]
Betreff des Beitrags: 

es geht hier um verschiedene lebenseinstellungen + da sollte es möglichs konstruktiv abgehen.
dein post erzählt mir,das du dich nicht durchgelesen hast.

edit:es reicht eigendlich schon,wenn du ab seite 5 mal nachliest.
dann wirst du verstehen...

Autor:  der K [ 08.10.2007, 17:33 ]
Betreff des Beitrags: 

ania hat geschrieben:
edit:es reicht eigendlich schon,wenn du ab seite 5 mal nachliest.
dann wirst du verstehen...


sie meint den Teil zwischen dem Delphinabschlachten und den Pfannkuchenrezepten... Ihr macht mich fertig... alle!

Autor:  Lemmi [ 09.10.2007, 09:06 ]
Betreff des Beitrags: 

ania hat geschrieben:
(...)
....achso worauf ich hinaus wollte war,dass es situationen gibt,da muss getötet werden.
(...)


keine frage, seh ich auch so. ich selber bin glücklicher weise noch nicht in eine situation gekommen, ein anderes lebewesen "erlösen" zu müssen bzw. zu wollen. ich habe mich aber auch schon damit auseinander gesetzt, was wäre wenn ....

nun, die gedanken gehen dann in die richtung, das (menschliche/nicht-menschliche) tier auf möglichst schmerzfreie weise aus einer ausweglosen situation zu befreien, sprich zu töten.
allerdings gibt es leider gottes dabei auch wieder probleme:

1. ich habe noch nicht einmal zur gemeinen ärzteschaft grossartiges vertrauen. und die kennen sich mehr oder weniger mit der erkrankung/verletzung aus und können wahrscheinlich besser entscheiden, wer oder was überhaupt eine chance hat zu überleben, oder wo es besser wäre, den "gnadenschuss" anzusetzen.
das heisst, dass ich solch gravierende entscheidungen eines arztes nicht ohne weiteres akzeptieren würde und mir mindestens noch eine weitere meinung einholen würde. UND DAS SIND (sogenannte) SPEZIALISTEN!
wie um alles in der welt soll ICH dann kurzerhand vorort entscheiden können, ob es sinnvoll ist, das tier zu töten, ihm zu helfen oder es einfach liegen zu lassen?

2. alle extrem-situationen (wozu ich diese zähle) verlaufen in der regel eh anders, als man sie sich im vorhinein vorstellt. sprich, wenn ich jetzt sage (aus sicher entfernung vor der wirklichen entscheidung), ein tier zu töten ist ok, wenn es offensichtlich keine chance mehr hat zu überleben und nur noch schmerzen leidet, heisst das nicht, dass wenn es soweit kommen sollte, ich auch wirklich genau so handeln würde. wenn ich alleine auf weiter flur vor einem verendenden reh stehen würde, weiss ich nicht, ob ich es schaffen würde, ihm den hals umzudrehen ....

nun, was ich damit sagen will ist, WER kann sich erlauben zu entscheiden, wer leben darf und wer nicht? ich spreche dieses recht ehrlich gesagt niemandem zu! (selbst in den verschiedenen religionen entscheiden dies noch nichtmal die jeweiligen götter! "wie kann gott/allah/...das zulassen? warum hat er nichts getan?" der einzige, der sich dieses recht der entscheidung über leben und tod vorbehält, ist der mensch! macht das dann jetzt jede art des tötens "menschlich"?)



ania hat geschrieben:

(...)
...wenn in so einem fall mit nem kopfschuss getötet wird,dann finde ich es menschlich.



was denn? .... ist jetzt das töten ansich menschlich oder nur der grund, warum getötet wird?

DO_05 hat geschrieben:

"Es ist das Wunder der Evolution das wir Menschen auf der einen Seite des Tresen in einer Fleischerei stehen!"



wie wahr!!! dann mach dir dieses wunder mal bewusst, geh mit der verantwortung um und nutz die situation nicht aus! es hätte genauso gut anders herum laufen können!

DO_05 hat geschrieben:

Vegetarier kann ich verstehen, das sie kein Fleisch essen wollen weil es sie anwidert oder so. Aber Veganer kann ich gar nicht verstehen? Was fressen die denn? Moos? Was ich genau so wenig abkann sind diese, ich nenne sie mal, Vegeterroristen. Die kommen in nen Restaurant und wollen mir in die Thunfischpizza reinreden.



schönen gruss an "der K", aber ich denke, der entscheidende teil kommt erst nach dem pfannkuchenrezept ;-)

DO_05 hat geschrieben:

Wir sind die einzigen "Tiere" die die anderen "Tiere" helfen oder schützen können!



... und was tust du dafür? schutz in form von aufzucht der tiere im knast um dem menschen zu dienen. geile hilfe und für ihre sicherheit vor dem grössen bösen wolf ist auch erstmal gesorgt .... oder ist der wolf der mensch?

Autor:  ania [ 09.10.2007, 11:43 ]
Betreff des Beitrags: 

ania sagt,Lemmi hat gesagt:
"1. ich habe noch nicht einmal zur gemeinen ärzteschaft grossartiges vertrauen. und die kennen sich mehr oder weniger mit der erkrankung/verletzung aus und können wahrscheinlich besser entscheiden, wer oder was überhaupt eine chance hat zu überleben, oder wo es besser wäre, den "gnadenschuss" anzusetzen. "

Lemmi:
"wie um alles in der welt soll ICH dann kurzerhand vorort entscheiden können, ob es sinnvoll ist, das tier zu töten, ihm zu helfen oder es einfach liegen zu lassen? "


liegen lassen geht gar nicht,denn es ist feigheit,wenn man sich einfach verpisst !
ratlos + sich 1000 fragen stellend nur dazustehn,ist in einer situation,in der z.b. eine katze mit plattgefahrenen hinterleib vor dir liegt,aber auch falsch.
ich habe NICHT das recht über leben + tod zu entscheiden,aber in dem fall würde ich töten lassen,weil es mir viel zu sehr weh tun würde,die totgeweihte katze leiden zu sehen.
wenn die möglichkeit besteht die polizei,oder einen arzt zu rufen,würde ich diese wählen.

ehrlich gesagt knabbere ich immer noch daran,dass ich mich einige male dafür entschieden habe,ein tier einschläfern zu lassen.
hab mir die frage stelln müssen:"oh gott anja,wer bist du,dass DU jetzt entschieden hast,dass das tierleben nun beendet werden muss?"
habe hin + her gezweifelt.....aber ich habe entschieden,es getan + ich weiss warum ich so entschieden habe,also stehe ich dazu.
meine mastinohündin z.b.,sie ist steinalt geworden + konnte dann am ende,obwohl sie gesund war,ihr körpergewicht nicht mehr tragen.
das sie halbblind + fast taub war kam auch noch hinzu.
dieser stolze,ehemals sehr kräftige hund wurde immer schwächer + ist mehrfach gestolpert,oder die treppen runter geflogen.
solche unfälle haben natürlich tagelange schmerzen nach sich gezogen.
als die zeit des leidens deutlich länger wurde,als die zeit des wohlbefindens,habe ich entschieden !

bei einer von unseren ratten habe ich auch entschieden.
sie hatte lungenkrebs.der arzt + wir haben alles was ging für sie getan.
ich habe das tier genau beobachtet + wie ich denke,den perfekten zeitpunkt zum einschläfern/erlösen gefunden.
einer von uns war immer bei ihr,tag + nacht,6 tagelang,dann,als die elemetarsten dinge,wie schlafen,fressen + kacken nicht mehr klappten,ham wir das tier töten lassen.

ich,als mensch, habe über das leben + den tod eines tieres entschieden,weil ich den verstand + das herz dazu habe.

auf deine frage hin: "was denn?.....ist jetzt das töten ansich menschlich,oder nur der grund warum getötet wird ?"

das töten ansich ist für mich eindeutig UNMENSCHLICH.
unmenschlich ist aber auch,sich so einer situation feige zu entziehen,die augen zuzumachen,sich zu verpissen + das tier langsam vor sich hin sterben zulassen.
das verfolgt einem mit sicherheit länger,als wenn man jetzt eine tötliche entscheidung getroffen hat.

Autor:  Lemmi [ 09.10.2007, 12:26 ]
Betreff des Beitrags: 

moment, ich glaube wir reden über unterschiedliche "arten von tieren". meine aussagen bezogen sich in erster linie auf in freiheit lebende tiere, die aus "natürlicher" krankheit oder "natürlich zugezogenen" verletzungen oä. dem tod nahestehn.

ein anderes problem haben allerdings tiere, die in gefangenschaft aufgewachsen sind und durch menschliches verschulden mit dem tode ringen. sei es die plattgefahrene katze oder die tumorverseuchte ratte oder der vergiftete hund etc.
wenn "wir" ihnen das antun, sehe ich uns auch in der pflicht, dieses so schnell wie möglich und schmerzfrei zu beenden.

gehe ich recht in der annahme, dass die äusserung "alles feige ausser das tier zu erlösen" in dem sinne dann auch nicht mehr zutreffend ist, oder?!

"ich,als mensch, habe über das leben + den tod eines tieres entschieden,weil ich den verstand + das herz dazu habe."


"verstand" ist doch eher relativ. was dir heute dein verstand sagt, kann er morgen schon verdammen. um den verstand richtig nutzen zu können, muss der mensch generell noch ne ganze menge lernen. im augenblick beruft sich jedoch nahezu jeder auf seinen "verstand". doch was rede ich die ganze zeit von einem ferrari, wenn ich noch nichtmal arme und beine habe, um die kiste zu fahren. (das sagt mir z.zt. mein "verstand" ;-))

und was heisst denn "das herz dazu haben"? das herz mitzufühlen oder das herz jemandem das leben zu nehmen? von dem was du so geschrieben hast, tut es dir eher im herzen weh, ein tier zu töten?
wenn mir das herz weh tut, bei dem was ich tue, dann würde ich mal behaupten, dass mein herz mir sagt : lass es!

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