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BeitragVerfasst: 14.12.2007, 18:47 
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Gwen hat geschrieben:
Naja, auch auf die Gefahr hin das ich jetzt massakiert werde:
Wozu den eigentlich dieser ganze Medikamentenkram?

Weil sich damit wunderbar jeden Menge Geld verdienen lässt.


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BeitragVerfasst: 14.12.2007, 21:48 
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W Entertainment GmbH

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Gwen hat geschrieben:
Naja, auch auf die Gefahr hin das ich jetzt massakiert werde:
Wozu den eigentlich dieser ganze Medikamentenkram?
Dieser Planet platzt aus allen Nähten!
Hier sind jetzt natürlich die menschlichen und sozialen Faktoren außen vor, aber wenn man schonend mit den Ressoucen der Erde und der Natur umgehen will, dann sollte man überlegen ob Menschen wirklich ewig leben sollten.
Das soll nun nicht heißen, das keiner mehr zum Arzt gehen sondern sich lieber schon mal nen Sarg kaufen soll, aber fast alles was an Medikamenten hergestellt wird oder noch hergestellt werden aoll, ist in meinen Augen einfach überflüssig!


Also mich irritiert dieser Post ehrlich gesagt ein wenig.
Sicherlich gibt es im Bereich der Pharmaindustrie sehr viele Kritikpunkte und der Kommerz ist auch in diesem Bereich ein andauernder Anreiz, keine Frage.
Warum aber alle Medikamente überflüssig sein sollen ist mir unverständlich. Man müsste dann die gesamte Medizin in Frage stellen. Es geht hier wohl mehr um Gedanken wie Überbevölkerung und Überalterung.
Meine Meinung und Sichtweise ist natürlich sehr subjektiv geprägt, da ich im Medizinischen Bereich arbeite (Rettungsdienst, warte auf Medizinstudienplatz) und somit ganz selbstverständlich mit Medikamenten umgehe.
Mich würde eine genauere Ausführung interessieren.
Gruß
Micha

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BeitragVerfasst: 15.12.2007, 00:24 
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mitches
"Warum aber alle Medikamente überflüssig sein sollen ist mir unverständlich."

in meinen augen sollte man den schwerpunkt der forschung eher darauf konzentrieren, den ursachen für die einzelnen "krankheiten" auf die spur zu kommen und diese so zu verändern, dass es gar nicht mehr zum ausbruch dieser oder jener krankheitssymptome kommt. durch die verabreichung von medikamenten wird nicht die ursache sondern ausschliesslich das symptom bekämpft. es dreht sich da eher in die richtung wie beim strafvollzug. gibt es mehr verbrecher, brauchen wir mehr knäste .... wie wär's damit rauszufinden, warum die leute zu verbrechern werden und die lebensumstände entsprechend zu verändern. bei der gesamten menschheit.
ich denke, dass ein kranker körper zeichen eines kranken "geistes" ist. unzufriedenheit, verzweiflung, angst, hass, .... ob nun bewusst oder unbewusst, können den körper zerfallen lassen, da sich ein grossteil des "ichs" in solch negativem gleichwicht befinden und zuviel eigene energie für destruktives verwendet wird.
und was die körpereigene energie angeht, allein in dem bereich der placebo-behandlung hat man doch herausgefunden, dass diese art der behandlung genauso gute, teilweise sogar bessere ergebnisse erziehlt hat wie die medikamentöse. und das wird den selbstheilungskräften zugeschrieben.
wenn du denkst, dass du krank oder schwach bist, dann bist du es auch!
fühlst du dich gut und denkst, du tust das richtige, bist du unschlagbar und dein körper heilt sich selbst!
doch das ist nur meine meinung ;-)
wie dem auch sei, hat jede krankheit eine ursache. und wie die auch immer aussehen mag, sollte mensch seine zeit dafür verwenden, diese "fehler" zu beheben und nicht einfach die erscheinungen zu bekämpfen. nur zu gut kann ich das täglich in meinem bekannten-/kollegenkreis beobachten, wie sich entweder nonstop blind in eigentherapie irgendwas eingeworfen wird ("hab kopfschmerzen" "mir ist schlecht" "mein kreislauf ist im keller" "scheiss verdauung"...) oder man bei jedem grösserem körperlichen fehlverhalten direkt zum arzt rennt und sich mit antibiotikum und co. vollpumpen lässt.


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BeitragVerfasst: 15.12.2007, 01:57 
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mitches:
"Meine Meinung und Sichtweise ist natürlich sehr subjektiv geprägt, da ich im Medizinischen Bereich arbeite (Rettungsdienst, warte auf Medizinstudienplatz)"

mich würde mal interessieren, wie du das thema tierversuche als angehender mediziner siehst. gerade während der anstehenden ausbildung, sprich dem studium. wie stehst du den durch die studienverordnungen festgelegten praktischen "erfahrungen" an nicht-menschlichen tieren gegenüber?


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BeitragVerfasst: 15.12.2007, 06:56 
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Micha, natürlich geht es hier auch um die Übervölkerung (zounds, ich bin grottenschlecht im erklären! ;) )
Ich habe ja auch nicht geschrieben, das ich ALLE Medikamente als überflüssig betrachte! Es gibt sicherlich sehr viele sinnvolle!
Aber es geht einfach nicht in meinen Kindskopf rein, warum jedes Präparat gleich auf Tödlichkeit o-ä an einem Tier getestet werden soll
Und warum an einem Tier es gibt ja sicherlich finanzielle Anreize, das an "menschlichen" Probanden auszutesten.
Ich komme auf diese Idee, weil ich trotz allem immer noch klopapierlange Beipackzettel durchlesen muß das mit "erhöhter Schädelinnendruck" o.ä drohen könnte.
Wozu haben Tiere dann dran gelitten?

Ich wüsche dir übrigens ganz viel Glück und Kraft bei deinem Platz und ich muss schon sagen, ich bewundere deine Berufswahl! ich könnte das nicht!

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Besondere Umstände formen besondere Menschen.


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BeitragVerfasst: 15.12.2007, 19:58 
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Beiträge: 1866
Gwen:
"Rein pflanzlich, ja.
Aber bei den Tierversuchen steht ja "verzichtet auf Tierversuche bei den Endprodukten". Also das die fertige Kosmetika nicht mehr getestet wird. Aber was ist mit den einzelnen Inhaltsstoffen? "

Lemmi:
" also unter dem oa. link von böhsenichte89 ( http://www.grausame-wahrheit.de.vu/ ) gibt es auch ne liste von firmen, die angeblich tierversuche bei der herstellung ihrer produkte verwenden, und da steht yves rocher auch mit drauf! "

keine ahnung ehrlich gesagt,was denn nun der wahrheit entspricht.
habs nur aus mehreren ecken gehört + auch bei yves rocher mal gelesen.
sie werben damit.
ein exbekannter hat immer pakete voller neuer kosmetika + parfüms von yves rocher zum testen + bewerten bekommen.er hat geld dafür gekriegt.
er musste irgendetwas vorher unterschreiben.
weiss allerdings nicht was,....vielleicht,dass er sie nicht verklagt,falls er ein gesicht voller warzen zurück behält,oder sowas.?
die einzelnen inhaltsstoffe kauft Y.R. wohl einfach ein.
damit würden sie dann eventuell indirekt tierversuche begünstigen.kenne die inhaltsstoffe ja nicht so genau,aber wenn alles pflanzlich ist, + die wirkungen dieser planzenextrakte auf den menschen bekannt sind,erübrigen sich doch versuche am tier.

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BeitragVerfasst: 15.12.2007, 20:15 
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Registriert: 21.08.2006, 13:02
Beiträge: 1866
Der arme Kunrad zu Gwen:
" Weil sich damit wunderbar jeden Menge Geld verdienen lässt. "

finds kacke,dass man z.b. ein alternatives planzliches antibiotikum voll bezahlen muss + ein chemie-antibiotikum auf rezept verschrieben kriegt.
wenn man also wenig kohle hat,muss man sich die chemie reinpumpen,die mehr nebenwirkungen hat + nebenbei noch resistenzen begünstigt.

wer ist denn da angeblich an unserer gesundheit interessiert ?

edit: ...naja,is' wohl nicht anders machbar/durchfürbar (kohletechnisch),denn in wirklichkeit bestimmen grosse konzerne wo's langgeht + nicht die politik,denn die können es sich leisten,wenn ihnen die gesetzgebung nicht passt,einfach in ein anderes land umzuziehen,um dort weiter zu produzieren.

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BeitragVerfasst: 15.12.2007, 20:45 
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W Entertainment GmbH

Registriert: 04.06.2006, 18:55
Beiträge: 1444
Hi
Leider ist meine Zeit heute sehr begrenzt, aber ich will gerne, bei Gelegenheit, hier noch einmal etwas genauer auf meine Sicht der Dinge und auf Gesundheit, Tierversuche etc. eingehen.
Um diesen Thread allerdings nicht umzudrehen und zum platzen zu bringen, eröffne ich hier einmal einen neuen zum Thema:
http://www.der-w.de/forum/viewtopic.php?p=42452#42452

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BeitragVerfasst: 16.12.2007, 12:48 
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Registriert: 05.02.2007, 11:39
Beiträge: 828
Wohnort: BaWü / Deutschland
ich hab gerade eine stellungnahme von yves rocher bzgl. tierversuche aus dem jahr 2006 gefunden. dieses schreiben kam als antwort auf eine persönliche anfrage einer tierversuchsgegenerin:

"Nach meiner Nachfrage bekam ich folgende Antwort:

Sehr geehrte Frau XY,

wir danken Ihnen fuer Ihre E-Mail und bestaetigen hiermit, dass wir seit
1989 bei saemtlichen Kosmetikprodukten, die wir entwickeln, auf
Tierversuche verzichten und durch "in vitro"-Tests ersetzen.

Bei unseren Endprodukten fuehren wir weder Tierversuche durch noch geben
wir Tierversuche in Auftrag. Damit gehoeren wir zu einer der ersten Firmen
in Europa, die diese Entscheidung getroffen hat.

Bei bestimmten Rohstoffen, die wir einkaufen und die auch in anderen
Industriezweigen, z. B. in der Pharma-Industrie, verwendet werden,
verlangt die europaeische Regelung, dass die Hersteller bestimmter
Rohstoffe diese vor dem Verkauf testen. Wir bemuehen uns seit April 1995
unsere Lieferanten davon zu ueberzeugen, immer dann, wenn es die Regelung
erlaubt, alternative Testmethoden zu verwenden, vor allem bei Tests zur
Haut- oder Augenvertraeglichkeit.

Wir veroeffentlichen unsere Verfahren und Ergebnisse, darueber hinaus
arbeiten wir staendig an der Validierung bestehender Verfahren und der
Entwicklung von Ersatzverfahren. Unser Ziel ist es, moeglichst schnell
eine neue europaeische Richtlinie herbeizufuehren, die Tierversuche fuer
Rohstoffe, die in Kosmetikprodukten verwendet werden, verbietet.

Unter http://www.yves-rocher.com/markesowie http://www.yves-rocher-fondation.org
finden Sie sicherlich weitere interessante Informationen.

Auf unser Engagement sind wir stolz und werden weiterhin in dieser
Richtung taetig sein.

Wir hoffen, Ihre Fragen hiermit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Gruessen

Lydia Mothes

vom Kundenserviceteam der
Yves Rocher AG

Postfach 80 11 30, 70511 Stuttgart

Telefon: 0180-52053, Fax: 0180-52081
dtms Euro 0,12/min.

PS: Die S.P.A. (Sociéte Protectrice des Animaux = Gesellschaft zum Schutz
der Tiere) hat uns im Jahr 1992 in Anerkennung unserer Aktivitaeten
zugunsten der Tierwelt die Goldmedaille verliehen.
Ausserdem haben wir 1996 fuer all unsere Aktivitaeten zugunsten der Umwelt
die Umwelt-Trophaee erhalten, die von der Zeitschrift "Enjeux-les Echos"
und der Agentur "Price Waterhouse Coopers" verliehen wird."


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 Betreff des Beitrags: Nährwert-tabelle
BeitragVerfasst: 15.02.2008, 16:28 
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Registriert: 05.02.2007, 11:39
Beiträge: 828
Wohnort: BaWü / Deutschland
hm, schade eigentlich, das thema mensch vs. tier ist ja doch ziemlich eingeschlafen.

für all diejenigen, die sich dennoch im eigenen kopf oder irgendwo anders mit dem thema auseinander setzen, hab ich einen interessanten link gefunden:


"Oft hört oder liest man, dass man sich mit veganer Ernährung nicht adäquat mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen könne. Ein genauer Blick auf die Thematik zeigt hingegen, dass dies sehr wohl möglich ist, noch dazu ohne größere Umstände und erfreulicherweise mit einigen positiven Nebeneffekten. Einige Grundsätze sollte man als VeganerIn (und nicht nur als solche/r) bezüglich einer gesunden Ernährung jedoch schon beachten. Die große vegane Nährwerttabelle will hierzu einen Beitrag leisten.

In einem umfassenden Einleitungsteil wird auf die gesundheitlichen Aspekte der veganen Ernährung sowie die zu beachtenden Grundsätze wissenschaftlich fundiert eingegangen. Im darauffolgenden Teil werden die aktuellen Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr nach DGE, ÖGE und SGE/SVE aufgeführt. Im Hauptteil der Tabelle sind die Nährwerte von über 1650 veganen Lebensmitteln übersichtlich und kompakt zusammengetragen, darunter sowohl Grundnahrungsmittel als auch zahlreiche vegane Spezialprodukte."


vegane nährwert-tabelle als pdf kostenlos downloaden (720kByte)


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BeitragVerfasst: 11.04.2008, 22:05 
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Wohnort: Waltrop
Ich habe mir jetzt nicht alle 26,5 Seiten dieses Threads durchgelesen, allerdings finde ich, dass es ein sehr interessantes Thema ist, zumal der Mensch-Tier-Unterschied das Thema des gesamten 2. Halbjahres meines Philosophieunterrichts ist (auch wenn der Lehrer so ziemlich einen an der Pfanne hat, aber das tut ja jetzt nichts zur Sache ;) ).
Ich weiß daher auch nicht genau, ob das schon besprochen wurde, allerdings will ich folgende Frage mal aufwerfen: Was unterscheidet für euch den Menschen vom Tier.
Um es interlektuell ein bisschen anspruchsvoll zu machen, eine mögliche Definition des Unterschiedes:
Die Nicht-Übereinstimmung zweier Objekte bzw. Dinge.
D.h. 2 Dinge sind unterschiedlich, wenn es mindestens eine Eigenschaft gibt, die die eine Sache hat, und die andere nicht.
Auf 2 Überbegriffe bezogen heißt das also, dass es eine Eigenschaft geben muss, die alle Arten von Überbegriff a haben, und keine Art von Gattung b.
Konkret gesagt: Macht euch auf die Suche nach einer Eigenschaft, die alle Menschen haben, allerdings kein Tier (oder umgekehrt!)
Als ich im Unterricht saß dachte ich erst, dass es gar nicht so schwer ein kann, da ein Unterschied offensichtlich sei, allerdings fiel mir bis jetzt noch nichts ein.
Bin mal auf Antworten gespannt.


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BeitragVerfasst: 15.04.2008, 09:43 
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nicosiekirka hat geschrieben:
Was unterscheidet für euch den Menschen vom Tier.
(...)
Konkret gesagt: Macht euch auf die Suche nach einer Eigenschaft, die alle Menschen haben, allerdings kein Tier (oder umgekehrt!)

eine eigenschaft die ALLE menschlichen tiere haben und KEIN nicht-menschliches hat? da kann man glaub ich lange suchen. weil eigenschaften, die alle einer spezies betreffen, doch von natur aus vorgegeben sind. und die natur sagt, tier bleibt tier, egal ob menschlich oder nicht.
wenn man sich das ganze aber allgemein auf einzelne spezien auslegt und nicht die individuen, würd ich sagen, dass es mindestens einen unterschied zwischen mensch und tier gibt:
der mensch hat sich im laufe seiner entwicklung selber ein unnatürliches verhalten angezüchtet, mit dem glauben, das richtige zu tun, jedoch dem wissen das es falsch ist.
nur der mensch ist fähig und willens, sachen bei vollem bewusstsein zu tun, obwohl er weiss, dass er damit sich selbst, seinen artgenossen, anderen lebewesen und/oder der kompletten natur, der grundlage seines lebens, schadet ... und sogar bereit ist, für persönliche, nicht existenzielle interessen alles und jeden entgültig zu zerstören, selbst sich selbst, was einen widerspruch in sich selbst darstellt.

"ich will! obwohl ich weiss, dass es mich zerstören wird"

da ich aber keine lust habe, den (scheinbar) einzigen unterschied zwischen menschlichen und nicht-menschlichen tieren darin zu sehen, dass der mensch ein ignorantes, unnatürliches arschloch ist, formulier ich das lieber mal anders rum:

der mensch hat als einziges tier die fähigkeit entwickelt, aus dem handeln der vergangenheit seiner gesamten art zu lernen und daraus schlussfolgerungen für die zukunft zu treffen. er ist in der lage die daraus resultierende macht, das wissen über natur, andere tiere und sich selbst so einzusetzen, dass er seine fehler erkennen, korrigieren und so ein generelles existieren von leben auf diesem planeten sichern kann.
ich denke, das kann kein anderes tier, oder?!
.... er muss es halt nur wollen ;-)


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BeitragVerfasst: 29.04.2008, 16:35 
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Beiträge: 828
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Ich schreibe diesen Brief ein paar Stunden vor meiner Hinrichtung. Das mag seltsam klingen, weil niemand etwas davon gesagt hat, aber mit der Zeit spürt man das, glaube ich.

Vor fünf Jahren kam ich auf die Welt, und ich erinnere mich sehr gern an die Zeit. Ich war eines von fünf Kindern. Wir waren alle gleichzeitig da und meine Mutter hat sich sehr liebevoll um uns gekümmert. Es war Sommer und wir spielten unentwegt draussen auf der Wiese. Obwohl Mutter sehr müde war von den Wehen und der Geburt, hat sie uns das nicht anmerken lassen und sich für jeden von uns Zeit genommen. Ich hab sie sehr geliebt und vermisse sie sehr. An meinen Vater kann ich mich nicht erinnern, aber ich weiß noch, dass Mutter manchmal am Abend in den Himmel gesehen hat und sie hat ihm von uns erzählt und dann ist sie mit einem Lächeln in den Augen schlafen gegangen.

Es war eine herrliche Zeit voller Abenteuer. Wir konnten essen, soviel wir wollten, durften den ganzen Tag spielen, alles war friedlich und mittlerweile weiß ich, dass wir ein Privileg hatten. Ein Privileg, dass viele von uns nie erfahren durften.

Und dann, nach drei Jahren, hat sich von einem Tag zum anderen alles verändert. Wir kamen alle in einen Zug. Die Älteren von uns wussten wohl, was auf sie zukommt. Einige haben sich gewehrt und wir Kleinen standen daneben, als sie einer Kuh alle Beine gebrochen haben. Sie konnte nicht mehr weitergehen und immer wieder schlugen sie auf sie ein und es hat lange gedauert, bis sie in ihrem eigenen Blut erstickt ist. Wir konnten nichts machen ? nur stumm zusehen.

Zwei Tage und Nächte kauerten wir in diesen engen Käfigen auf dem Transport. Es war so viel Weinen zu hören. Manchmal verstummte es, wenn jemand aufgegeben hatte. Wohin ging dieser Wahnsinn? Niemand wusste es, und wenn, hätte es wohl auch niemand gesagt.

Dann kamen wir an. Und so, wie wir hineingejagt wurden, schlug man uns in eine neue Heimat. Zwei Brüder von mir hatten es nicht überlebt.

Sie sperrten uns in Ställe, die so klein waren, dass es immer mühsam war, sich überhaupt zu drehen und es scherte sich keiner, wer wir waren und zu wem wir gehörten.

Von diesem Tag an habe ich nie wieder die Sonne gesehen, nicht den Mond. Ich habe nie wieder den Duft einer Blume genossen, noch die Stimmen der Vögel gehört.

Wir bekamen drei mal am Tag zu essen, den Rest haben wir versucht, zu schlafen, uns Geschichten erzählt, uns Mut gemacht.

Und jede Woche haben sie einige von uns mitgenommen. Es kamen meistens drei Männer, haben wahllos in den Stall gegriffen, die Schweine an den Ohren gepackt, an den Beinen und sie hinausgetragen. Jedesmal haben wir alle zugesehen und uns still verabschiedet.

Wenn sich jemand gewehrt hat, haben sie mit einem großen Hammer auf den Kopf geschlagen, solange, bis sich nichts mehr bewegt hat.

Komisch, mit der Zeit habe wir uns daran gewöhnt und waren dankbar für jeden Tag, den man uns gab. Jeder Tag, der eigentlich nichts zu geben hatte. Bloss Warten.

Als sie meine Mutter geholt hatten, war es sehr schlimm. Und trotzdem hatte sie noch die Kraft, sich mit einem Blick von uns Überlebenden zu verabschieden.

Ich weiß, das ich meine Mutter wiedersehen werde. Irgendwann, irgendwo; das fühle ich; genauso, wie ich weiß, dass ich nicht mehr lange hier bin.

Na ja, ich glaube, ich sollte jetzt aufhören.


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BeitragVerfasst: 02.05.2008, 02:02 
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Registriert: 02.05.2008, 01:43
Beiträge: 190
ania hat geschrieben:
stephan hat sich als vegetarier bezeichnet,weil er viele jahre vegetarisch gelebt hat.zu der zeit hat er erzählt,dass er ist vegetarier.
nu hat er zwischendurch wieder ne phase gehabt,in der er fisch + huhn gefuttert hat.auch davon hat er ganz freimütig erzählt.
vielleicht lebt er zur zeit wieder vegetarisch.
wo ist das problem ?


naja es gibt kein problem. hinterfragen sollte er sich aber schon.
es ist ja derzeit in mode dass c-liga promis der fehlenden zuneigung wegen wieder zu fleich greifen bzw. gegen ideal verstoßen. so lässt der saubere herr bach im dschungel-camp tiere quälen, die engeke wird von der bekennenden veggie bei biolek zur fleischfresserin und die tussi von sat1/pro 7 die einst gegen pelze demonstriert hat und im peta spot "10gründe..." die fresse augemacht hat muss der quote wegen in einer pseudo-wissenschafts-show dosen-fisch essen. veggie als marketing-gag? keine ahnung. auf jeden fall scheiß persönlichkeiten.
ich würde es cool finden wenn der weidner mal wieder mehr hirn und weniger kulinarische exklusivität zeigen würde

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Pro Mindestlohn

Tiere essen ist nicht cool


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BeitragVerfasst: 07.05.2008, 17:32 
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Registriert: 21.08.2006, 13:02
Beiträge: 1866
als marketing-gag fleisch fressen,obwohl man ja überzeugter vegetarier ist ? das hört sich gar nicht gut an.

kann ich mir von stephan nicht vorstellen,denn wen würde er denn damit einfangen wollen ? das törnt doch nur ab.solche billigen tricks hat er doch nun wirklich nicht nötig.er hat aus seiner wieder-fleischesserei auch keine groß angekündigte show gemacht.
das war/ist ne phase + er wird zurück finden,aus tierliebe.(das vermute ich jetzt einfach mal.)
letztendlich aber,sein ding.

+ hinterfragen,das wird er sich. der kann gar nicht anders :o).

finds aber langweilig über stephan + seine essgewohnheiten zu reden.es interessiert mich nicht allzusehr (ein wort ?).
da seit ihr user,mit denen "normale" gespräche stattfinden können,sehr viel interessanter für mich,denn von stephan hört man hier mal ein wort + auch dort mal eins,aber nicht genug worte,um sich ein vollständiges bild,von seiner einstellung zur sache, machen zu können.

hmm..... + du lebst vegan,@gequälter zirkusaffe ?


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