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mensch vs. tier
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Seite 3 von 34

Autor:  ania [ 01.09.2007, 23:00 ]
Betreff des Beitrags: 

kann mir schlecht vorstellen,dass ne katze sich vorwürfe macht,wenn sie ne maus fängt + sie totspielt,weil dies aus ihrem jagd-+ spieltrieb heraus geschieht.
weiss nicht,ob du nen hund hast,aber bei hunden kann man z.b. kurz nach der tat sowas wie ein schlechtes gewissen erkennen,wenn sie genau wissen,dass sie scheisse gebaut haben.

Autor:  Philipp [ 01.09.2007, 23:18 ]
Betreff des Beitrags: 

Das einzige was uns vom Tier unterscheidet is das wir nen Daumen haben ohne den wir aufgeschmissen wären;-)

Autor:  ania [ 01.09.2007, 23:19 ]
Betreff des Beitrags: 

jo,der daumen ist für die feinarbeit.

Autor:  Christoph [ 02.09.2007, 11:25 ]
Betreff des Beitrags: 

ania hat geschrieben:
kann mir schlecht vorstellen,dass ne katze sich vorwürfe macht,wenn sie ne maus fängt + sie totspielt,weil dies aus ihrem jagdt-+ spieltrieb heraus geschieht.
weiss nicht,ob du nen hund hast,aber bei hunden kann man z.b. kurz nach der tat sowas wie ein schlechtes gewissen erkennen,wenn sie genau wissen,dass sie scheisse gebaut haben.


Nein, ich hab' keinen Hund.

Ich wollte eigentlich auch ein bisschen auf etwas wie "Nahrungskette" anspielen. Man kann die natürlich überbrücken, wenn man Vegetarier ist, aber es ist wohl irgendwie von der Natur vorgesehen, dass wir überleben könnten ohne Blumen und Hecken zu essen.

Autor:  ania [ 03.09.2007, 09:24 ]
Betreff des Beitrags: 

in der natürlichen nahrungskette stehn wir ja fast ganz oben.
wenn wir nicht so (")klug(") wären + anderen,größeren tieren einhalt gebieten könnten,dann würden uns wohl,in einigen gebieten, tiger,wölfe + löwen jagen + fressen.
wir menschen dürfen,ohne schlechtes gewissen fleisch (in maßen) essen,weil es der natur enspricht.weil aber soviel leid auf dieser welt den tieren angetan wird + wir auch das bewusstsein dafür haben,geraten (hoffendlich) immer mehr menschen in schwulitäten.zumindest sollte der fleischkonsum überdacht + hinterfragt werden.
vielleicht gehts ja auch ohne fleisch,aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Autor:  Lemmi [ 03.09.2007, 13:37 ]
Betreff des Beitrags: 

Christoph hat geschrieben:
... von der Natur vorgesehen, dass wir überleben könnten ohne Blumen und Hecken zu essen.


in anbetracht dessen, was alles-verspeisende-menschen gerne als rechtfertigung für ihren fleischkonsum nehmen (der mensch hat schon immer lebewesen geschlachtet und gegessen), ist glaub ich eine etwas andere formulierung angebracht, oder?!

"von der natur vorgesehen, dass wir überleben könnten ohne fleisch zu essen"

ania hat geschrieben:
...
vielleicht gehts ja auch ohne fleisch,aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.


mit sicherheit geht's ohne!

;-)

und gegen eine persönlich-freie entscheidung ist auch nicht einzuwenden. allerdings seh ich dabei ein paar probleme:

1. es gibt wirtschaftliche interessen, die das allgemeine meinungsbild soweit beeinflusst haben und auch immer noch beeinflussen, dass viele das gefühl haben, ohne fleisch nicht so einfach, gesund und lecker leben zu können.

2. es gibt viele persönliche erfahrungen, die mensch mit essen in verbindung bringt,
- das gemeinsame familien-weihnachtsgans-essen,
- sich am sonntag abend auf der couch rumzulümmeln, dvd zu gucken und sich dabei ne gyros-pizza einzuverleiben,
- nach nem konzert noch bei mc donalds einzulaufen und sich 5000 cheeseburger auf 10000 l bier reinzustopfen,
- ...
eine schier niemals ende kette von persönlichen erinnerungen, die einen glauben lassen, nicht ohne fleich leben zu können bzw. wollen.

3. man kann keine freie entscheidung über etwas fällen, mit dem man sich nicht auseinander gesetzt hat.
viele menschen haben einfach kein interesse, sich mit etwas auseinander zu setzen, wo die gefahr besteht, dass sich ihre vermeintliche lebensqualität verschlechtern könnte (welch ironie in dem zusammenhang von lebensqualität zu sprechen).

wenn man sich wirklich mit der problematik "mensch tritt natur und tier mit füssen" auseinandersetzt und nicht nur mit dem einen vegetarier im bekanntenkreis einen abend lang diskutiert, ...

wenn man mal aussen vor lässt, was einem von klein auf eingetrichtert wurde, ...

wenn man von dem irr-glauben wegkommt, nicht ohne teile toter tiere leben zu können, ...

... dann kann man vermutlich eine halbwegs freie entscheidung über das leben und sterben anderer lebewesen treffen ("ich entscheide über dein leben und tod" ... hmm, hat irgendwie was göttliches, aber, wo bleibt denn dann die weisheit der götter?!)


wer dann für sich entscheidet, weiterhin nicht-menschliches leben töten und essen zu müssen oder zu wollen,

hat auch meine volle akzeptanz!

Autor:  Christoph [ 03.09.2007, 15:57 ]
Betreff des Beitrags: 

Lemmi hat geschrieben:
Christoph hat geschrieben:
... von der Natur vorgesehen, dass wir überleben könnten ohne Blumen und Hecken zu essen.


in anbetracht dessen, was alles-verspeisende-menschen gerne als rechtfertigung für ihren fleischkonsum nehmen (der mensch hat schon immer lebewesen geschlachtet und gegessen), ist glaub ich eine etwas andere formulierung angebracht, oder?!

"von der natur vorgesehen, dass wir überleben könnten ohne fleisch zu essen"

ania hat geschrieben:
...
vielleicht gehts ja auch ohne fleisch,aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.


mit sicherheit geht's ohne!

;-)

und gegen eine persönlich-freie entscheidung ist auch nicht einzuwenden. allerdings seh ich dabei ein paar probleme:

1. es gibt wirtschaftliche interessen, die das allgemeine meinungsbild soweit beeinflusst haben und auch immer noch beeinflussen, dass viele das gefühl haben, ohne fleisch nicht so einfach, gesund und lecker leben zu können.

2. es gibt viele persönliche erfahrungen, die mensch mit essen in verbindung bringt,
- das gemeinsame familien-weihnachtsgans-essen,
- sich am sonntag abend auf der couch rumzulümmeln, dvd zu gucken und sich dabei ne gyros-pizza einzuverleiben,
- nach nem konzert noch bei mc donalds einzulaufen und sich 5000 cheeseburger auf 10000 l bier reinzustopfen,
- ...
eine schier niemals ende kette von persönlichen erinnerungen, die einen glauben lassen, nicht ohne fleich leben zu können bzw. wollen.

3. man kann keine freie entscheidung über etwas fällen, mit dem man sich nicht auseinander gesetzt hat.
viele menschen haben einfach kein interesse, sich mit etwas auseinander zu setzen, wo die gefahr besteht, dass sich ihre vermeintliche lebensqualität verschlechtern könnte (welch ironie in dem zusammenhang von lebensqualität zu sprechen).

wenn man sich wirklich mit der problematik "mensch tritt natur und tier mit füssen" auseinandersetzt und nicht nur mit dem einen vegetarier im bekanntenkreis einen abend lang diskutiert, ...

wenn man mal aussen vor lässt, was einem von klein auf eingetrichtert wurde, ...

wenn man von dem irr-glauben wegkommt, nicht ohne teile toter tiere leben zu können, ...

... dann kann man vermutlich eine halbwegs freie entscheidung über das leben und sterben anderer lebewesen treffen ("ich entscheide über dein leben und tod" ... hmm, hat irgendwie was göttliches, aber, wo bleibt denn dann die weisheit der götter?!)


wer dann für sich entscheidet, weiterhin nicht-menschliches leben töten und essen zu müssen oder zu wollen,

hat auch meine volle akzeptanz!


Bäm, super Text!

Gut dargestellt!

Autor:  ania [ 04.09.2007, 09:56 ]
Betreff des Beitrags: 

find auch,dass man möglichs viel wissen haben muss,um sich frei entscheiden zu können.
an meinem arbeitsplatz,einem bildungsprojekt,bekommen kindergärten + schulklassen sehr viel an informationen über den naturschutz,tierschutz + das konsumverhalten reingedrückt (zum teil spielerisch).
sie lernen in unseren projektegärten all die tiere (+ pflanzen) kennen,die hier in deutschland rumkriechen,springen + krabbeln.
sie dürfen sie anfassen + auch selbst einfangen.außerdem lernen sie,wie man ganz einfach lebensräume (feucht--,nass--+ trockenbiotope) für sie schafft + gestaltet.
macht sehr viel spass der job.
(muss aber noch sehr viel lernen,ich weiss noch nicht genug darüber.)

Autor:  Caym [ 06.09.2007, 08:59 ]
Betreff des Beitrags: 

Zitat: "ich will Euch ein beispiel nicht vorenthalten, was passiert, wenn ein mensch jede form von "menschlichkeit" ablegt, und zum tier wird"

Ist Fleischkonsum incl. seiner vorgehenden Arbeiten wirklich eine Form von Menschlichkeit???

Jeah, die animalischen Veganer, sind einfach tierisch gut drauf...

Ich muss mir immer wieder die Frage stellen was uns denn nun von den Tieren unterscheiden soll die manche als minderwertig ansehen? Und meine damit nicht das ich mich in irgendeiner Form primitiver als andere Menschen sehe. Im Gegenteil, Tiere sind einfach nur mehr "wert" als ein bisschen Genuss, mehr als die meisten wahrhaben wollen. Mir sind auch gewisse Menschen "am wichtigsten" so wie man auch in der Tierwelt gewisse Favoriten hat. Obwohl ich Vegi bin gibt es tiere die ich nicht leiden kann. Und zum Glück gibt es mittlerweile mehr als ein paar Pflanzen und Beeren zum Essen für uns!
Und solange die Vegetarier eine Minderheit bleiben wird sich auch die Massenproduktion in Grenzen halten= bessere Qualität...

Autor:  xxx [ 07.09.2007, 01:43 ]
Betreff des Beitrags:  erstmal danke!

ich finde es schön, dass wir uns hier auf einer ebene begegnen konnten, die mich anspricht.

ich gebe zu, das schwerste am fleischverzicht, ist das loslassen von gewohnheiten. doch ich denke das ist immer und überall so.

was ich sagen will ist einfach, so kommt eine wichtige information auch bei mir an.

wie bereits erwähnt danke! ich werde meine essgewohnheiten überdenken...

!! peace !i!

Autor:  ania [ 07.09.2007, 11:00 ]
Betreff des Beitrags: 

.....einfach nur mal versuchen zurückzuverfolgen,woher das fleisch kommt,das du verzehren willst.bin auch ein fleischesser (in geringen mengen).
auch wenn es um andere tierische produkte geht,wie eier,milch + käse.
+ wenns nen paar euros mehr kostet,weil man es (fast) direkt vom hersteller kauft,das macht doch nix,oder?in den weltläden (deren produkte dem fairen handel gerecht werden) + den naturkostläden gibs auch ganz leckere fressalien zu entdecken.

Autor:  ania [ 07.09.2007, 11:45 ]
Betreff des Beitrags: 

[quote="Caym"]
Und solange die Vegetarier eine Minderheit bleiben wird sich auch die Massenproduktion in Grenzen halten= bessere Qualität...[/quote]


hmm,hab da kürzlich nen bericht im tv gesehen,dass es bald riesige biomärkte geben wird,mit zweierlei qualitäten.
die nachfrage ist gestiegen,was ja auch gut ist,aber ich
weiss noch nicht,was ich davon halten soll.
großkonzerne wollen am trend anscheinend,im größeren stil, mitverdienen.

Autor:  Caym [ 10.09.2007, 10:16 ]
Betreff des Beitrags: 

ja das wird wohl gemacht wie mit den guten alten Tante-Emma-Läden, erst machen sie mit grossen Discountern die kleinen kaputt und kurze Zeit später hat man wieder den Überblick verloren wo die Produkte herkommen und was alles drin ist...

Jedes Produkt hat einen gewissen Wert und wenn diese Produkte günstiger verkauft werden bedeutet das das irgendwer(arbeiter, tiere oder die gesundheit) darunter leidet das diese Produkte günstiger angeboten werden. Irgendwo muss die Preisersparniss ja herkommen. Daher kann ich nur an alle appellieren Billigdiscounter zu boykottieren und sich in Naturkostläden einmal der Preise bewusst werden die manche Sachen einfach wert sind. Klar viele Sachen sind dort au überteuert, aber gerade bei Milchprodukten ist ein niedriger Preis nicht alles! Mit der Zeit bekommt man einen blick dafür!
Wenn man ein bisschen mehr zahlt bekommt man etwas das nicht auf Kosten anderer produziert wurde! Das Argument das eine solche Lebenshaltung zu teuer ist oder man sich Bio nicht leisten kann finde ich absurd- denn wenn man sich ein Produkt nicht zu einem fairen Preiss kaufen kann muss man eben darauf verzichten! Das mag hart klingen aber so einfach ist das! Und mal nebenbei, man muss auch nicht zwangläufig am Existenzminimum leben- wie das in Deutschland mittlerweile so üblich ist! Ein bisschen Leben und Leben lassen muss scho sein, und wenn das halt in der Heimat nicht mehr geht solltet ihr lieber in die Ferne schweifen und es mal in den nahen Nachbarländern versuchen! Kann da nur aus eigener Erfahrung sprechen, bin eigentlich aus der Nähe von Frankfurt und seit mittlerweile 4 Jahren lebe ich in der Schweiz! Bin eigentlich sehr heimatverbunden und hab ewig viele Freunde in der guten alten Wetterau gelassen! Aber mal ehrlich, es geht doch um das eine eigene Leben und das wollte ich nicht damit verbringen am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig zu haben!
Fahr nu zwar ständig auf und ab(jo des heimweh) aber wenigstens komm ich so ein bisschen rum und vorher konnt ich ja net mal Urlaub machn...
kann halt nur sagen das es in anderen Ländern durchaus möglich ist sich von einem verhältniss(schweiz)mässigen niedrigen Einkommen vollständig auf Bio zu ernähren(wir geben bei alnatura pro Woche ca 40 Euro mehr aus als im Edeka-Supermarkt, für 2 Personen)

Autor:  Lemmi [ 10.09.2007, 12:05 ]
Betreff des Beitrags: 

das thema kreist im augenblick ja mehr und mehr um das thema bio-produkte, öko-produkte, etc.

welche produkte dürfen sich eigentlich bio bzw. öko nennen, bzw. was heisst das für die landwirtschaft bzw. tier-produktion laut europäischer vorgaben (soweit ich weiss, sind diese begriffe gesetzlich "geschützt" und man muss vorgaben erfüllen, wenn man hierzulande etwas als bio-produkt anbietet)?

speziell bei der fleisch-/milch-/eier-produktion, wird den bio-tieren eine "artgerechte haltung" zugesichert?

Autor:  Bastian [ 10.09.2007, 16:08 ]
Betreff des Beitrags: 

Lemmi hat geschrieben:
speziell bei der fleisch-/milch-/eier-produktion, wird den bio-tieren eine "artgerechte haltung" zugesichert?

Ja, das kann man hier nachlesen.

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